„Ihr seid diejenigen...“

Neuer Schülerrat der Oberschule am Goldbach tagt

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Okay, für ein Pressefoto kann man die Sitzung mal kurz unterbrechen. Im Langwedeler Rathaus tagte jetzt der neue Schülerrat, das sind alle Klassensprecher und Stellvertreter, zum ersten Mal.

Langwedel - „Ihr seid diejenigen, die entscheiden“, meint der stellvertretende Schulleiter Derik Eicke. Der neue Schülerrat der Langwedeler Oberschule am Goldbach ist an diesem Vormittag zum ersten Mal in neuer Besetzung versammelt.

Man durfte für diesen arbeitsreichen Vormittag in den Bürgersaal des Rathauses. Dabei wurde auch über einen, zumindest für die Schülerinnen und Schüler, wichtigen Antrag abgestimmt.

Wobei, wie im politischen Leben einer demokratischen Gesellschaft sind die Abläufe auch an einer Schule nicht so ganz einfach. Also: Der Schülerrat besteht aus allen Klassensprechern der Schule und ihren Stellvertretern. Dann gibt es noch die Schülervertretung. Das sind ein paar Leute weniger, hier kann sich jede Oberschülerin, jeder Oberschüler, der mag, engagieren. Projekte mitentwickeln, organisieren, durchführen oder Anträge für Veränderungen an der Schule ausarbeiten.

Aus dem Schülerrat nun werden junge Leute in die Fachkonferenzen geschickt. Hier dürfen sie nicht nur mitreden, sie sind auch stimmberechtigt. Das gleich gilt dann auch für ein ganz wichtiges Gremium: die Gesamtkonferenz. Hier sitzen zehn Schüler, eine Menge Eltern und noch mehr Lehrer zusammen, beraten, grob gesagt, was an der Schule laufen soll, stellen Weichen für die Zukunft.

Änderung der Hausordnung in puncto Handynutzung

Der neue Schülerrat hat jetzt nicht nur festgelegt, wer von ihnen in die Fachkonferenzen und in die Gesamtkonferenz geht.

Noch aus Zeiten der alten Schülervertretung gibt es einen Antrag auf Änderung der Hausordnung in puncto Handynutzung. Die ist an der Oberschule am Goldbach nämlich aktuell immer noch strikt verboten.

Während des Unterrichts haben die Handys für die private Belustigung absolut auszubleiben, das sehen auch die Schülerinnen und Schüler ein. Aber in den großen Pausen und in der Mittagspause, auf dem Schulweg, vor der ersten Stunde und bevor man das Schulgebäude betritt und nach der letzten Schulstunde außerhalb des Gebäudes und in Freistunden sollte die Nutzung aber erlaubt werden. Finden die Schüler, und zwar einstimmig.

Ab welcher Klasse aber soll das alles erlaubt sein? Da gab es Diskussionen im Schülerrat. Wenn man in einer Freistunde nur in der Klasse sitzt, dann sollten doch wohl auch die 5. und 6. Klassen ans Handy dürfen...

„Bei uns früher hatten noch nicht alle in der 5. und 6. ein Handy.“

„Das könnte mit Fotos und Videos vielleicht ein Problem geben. Ob man die weiterschickt und verteilt, können die Kleinen doch nicht so gut abschätzen wie die Eltern und die Großen.“

Bei sechs Gegenstimmen und einer Enthaltung stimmte der Schülerrat dann dafür, in seinem Antrag die Nutzung der Handys erst ab der 7. Klasse zu erlauben. Diskutieren wird die Gesamtkonferenz über diesen Vorschlag voraussichtlich am 25. September.

Ob die Schülerinnen und Schüler ihren Antrag durchbringen? Zumindest ist aus gut unterrichteten Kreisen zu hören, dass die Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr komplett für ein Handyverbot sind.

Da darf man auf einen Kompromiss hoffen. Wie das in einer demokratischen Gesellschaft so oft der Fall ist. Das gefällt vielleicht nicht immer jedem, gerade heutzutage. Man kann aber lernen, wie Entscheidungen zustande kommen. Jedenfalls an der Langwedeler Oberschule am Goldbach. jw

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