Verein feiert seinen Geburtstag

100 Jahre TSV Etelsen: „Ihr habt ein tolles Team“

Ganz schön groß, die Sportplakette des Bundespräsidenten, die Manfred Rischkopf hier präsentiert, Holger Brake hat von Andreas Brandt (v.li.) die dazugehörige Ehrenurkunde für den TSV Etelsen bekommen.
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Ganz schön groß, die Sportplakette des Bundespräsidenten, die Manfred Rischkopf hier präsentiert, Holger Brake hat von Andreas Brandt (v.li.) die dazugehörige Ehrenurkunde für den TSV Etelsen bekommen.

Etelsen – Der TSV Etelsen feierte jetzt sein 100-jähriges Bestehen. Aber: Aufgrund der Corona-Pandemie konnte 2021 kein großer Festakt stattfinden. Dafür wurde am Sonntag bei herrlichem Spätsommerwetter auf dem Sportplatz unter dem Schlosspark ein Sommerfest mit vielen Ehrungen gefeiert. Die großen Feierlichkeiten sollen dann 2022 nachgeholt werden.

Schon zu Gründungszeiten seien der Sport und die Gemeinschaft das oberste Ziel des Vereins gewesen, „das gilt auch für die Gegenwart und die Zukunft“, so der neue Vorsitzende Holger Brake, und verwies stolz darauf, dass der TSV Etelsen mit 1 130 Mitgliedern der größte Verein im Flecken Langwedel ist.

„Unser Streben ist es, allen Altersgruppen an attraktives Sportangebot zu bieten und das gemeinschaftliche Miteinander zu fördern. Dabei sind wir stolz auf unsere über 70 Sportkurse, die von engagierten und qualifizierten Übungsleitern durchgeführt werden. Das Motto des Vereins ist: Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg“, erklärte Holger Brake.

Zur Feier des Tages waren auch Landrat Peter Bohlmann, Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher und Pastor Martin Beckmann gekommen. Bürgermeister Andreas Brandt hatte ein besonderes Geschenk mitgebracht: die Sportplakette des Bundespräsidenten, die höchste staatliche Auszeichnung für Turn- und Sportverbände sowie Sportvereine.

Brandt betonte, dass ein Verein nicht nur mit den Leuten an der Spitze funktioniert, sondern mit allen Mitgliedern. „Und ihr habt ein tolles Team an der Spitze“, lobte er Holger Brake und seinen Stellvertreter Frans van Veen. Dann überreichte der Bürgermeister die große Sportplakette des Bundespräsidenten, die nun wirklich nicht alle Tage vergeben wird, an den TSV Etelsen, beziehungsweise den aktuellen Vorsitzenden Holger Brake und seinen Vorgänger Manfred Rischkopf.

In normalen Zeiten werden diese Plaketten für Niedersachsen in Hannover durch den Ministerpräsidenten übergeben. In einem Ausnahmejahr wie diesem musste ein anderer hoheitlicher Vertreter ran: der Bürgermeister.

Pastor Martin Beckmann betonte, dass Zusammenarbeit kein ergänzendes Nebeneinander, sondern ein Miteinander ist. Ein Beleg für die Zusammenarbeit, das Miteinander von Sportverein und Kirchengemeinde sei, dass das Mikrofon für die Redner des Sommerfestes aus der technischen Abteilung der Kirchengemeinde kam. Neben den gemeinsam gefeierten Dorfgemeinschafts- und Erntefesten führte Martin Beckmann die gemeinsamen Besuche bei hohen Geburtstagen oder Ehejubiläen an, wo er oft zusammen mit dem ehemaligen TSV-Vorsitzenden Manfred Rischkopf vor der Tür stand. „Wie Pat und Patachon.“ Dann wurden von den Jubilaren und ihren Familien oft Häppchen gereicht. „Uns ging es nicht schlecht“, blickte der Pastor zu Manfred Rischkopf hinüber.

Landrat Peter Bohlmann gratulierte zum 100-jährigen Jubiläum und freute sich, dass es langsam in die Normalität zurückgehe. „Es hat eine ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und dem TSV gegeben, doch in den letzten 18 Monaten waren diese auf die Hygienekonzepte beschränkt.“ In der Sportförderung sei der Landkreis Verden immer vorbildlich. Die Etelser haben zum Beispiel mit Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse im vergangenen Jahr eine neue Beregnungsanlage für ihren Sportplatz erhalten. „Im Landkreis gibt es 110 Sportplätze, doch in Etelsen ist der Schönste“, befand Landrat Bohlmann und bekam für diese Ansage, auf dem tatsächlich schön gelegenen Schlosssportplatz tosenden Beifall. Auch Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher gratulierte und meinte: „Jetzt ist der Neue im Amt. Und auch der wird dem Verein seinen Stempel aufdrücken.“ Auch bezogen auf ihren eigenen Abschied aus der Kommunalpolitik meinte die Ortsbürgermeisterin: „Man sollte selbst entscheiden, wenn man aufhört.“  whu

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