Leiter der Autobahnpolizei Langwedel: Jürgen Schindler verabschiedet / Ulrich Winter Nachfolger

„Ich war wirklich gerne Polizist“

Symbolische Schlüsselübergabe: Auf den nun pensionierten Jürgen Schindler (re.) folgt Ulrich Winter als neuer Leiter der Autobahnpolizei Langwedel. J Foto: Polizei

Langwedel - Seit Mitte 2013 ist er Leiter der Autobahnpolizei Langwedel gewesen, jetzt war mit Ablauf des Monats Februar Schluss: Jürgen Schindler wurde vom stellvertretenden Leiter der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, Thorsten Strier, in den Ruhestand verabschiedet. Im Beisein seiner Ehefrau sowie vieler Kolleginnen und Kollegen aus seinen unterschiedlichen Verwendungsbereichen wurde dem 62-Jährigen jetzt die Pensionierungsurkunde ausgehändigt.

„Nach 16 616 Tagen im Dienst kann ich sagen, dass ich meine Berufswahl nie bereut habe und wirklich gerne Polizist war“, resümierte der gebürtige Goslarer, dessen Laufbahn am 1. September 1972 an der Polizeischule in Hannoversch Münden begann. Im Anschluss an seine Zeit in der Hundertschaft wurde er 1974 in die Polizeistation Schwanewede versetzt.

Nach dem Aufstieg in den gehobenen Dienst leitete Schindler ab 1985 im damaligen Polizeiabschnitt Osterholz und in der späteren Polizeiinspektion Osterholz eine Dienstabteilung. Bereits in den 90-er Jahren begann Jürgen Schindler sich für das noch in den Kinderschuhen steckende Thema „Ladungssicherung auf Lkw“ zu interessieren.

Gemeinsam mit einer Landesarbeitsgruppe der Polizei verfasste er ein Ladungssicherungshandbuch, das heute bundesweit zum Kontrollstandard der Polizei gehört. 2006 wurde die Arbeitsgruppe dafür sogar vom Wirtschaftsrat in Österreich international mit einem 3. Preis ausgezeichnet.

Ab 2003 durchlief Jürgen Schindler weitere Führungsfunktionen in unterschiedlichen dienstlichen Bereichen: als Leiter des Streifendienstes in Schiffdorf, als Leiter des damaligen Polizeikommissariats Lilienthal, als Leiter der Polizeistation Loxstedt sowie schließlich wieder als Leiter des Einsatz- und Streifendienstes in Schiffdorf. 2007 folgte er dem Ruf der Behörde und arbeitete im Dezernat 12 bei der Polizeidirektion Oldenburg, wo er als Verkehrsanalyst insbesondere für die strategische Verkehrssicherheitsarbeit verantwortlich war.

Da das Thema Verkehrssicherheit und Verkehrsüberwachung für Jürgen Schindler während seiner gesamten Dienstzeit stets von großer Bedeutung war, zögerte er nicht lange, als sich ihm im Jahr 2013 die Möglichkeit bot, Leiter der Autobahnpolizei Langwedel zu werden.

„Ich freue mich nun darauf, ab sofort mehr Zeit für Hobbys, Hund und Haushalt zu haben“, merkte Jürgen Schindler in seiner abschließenden Rede schmunzelnd an. Als Rennsportfan interessiert sich der Schwaneweder aber auch in Zukunft für Autos. Und, er freut sich jetzt auf die Zeit, gemeinsam mit seinem Hund uneingeschränkt seiner Leidenschaft als Jäger nachgehen zu können.

Der neue Leiter der Autobahnpolizei Langwedel heißt Ulrich Winter, der zuletzt Leiter des Verdener Streifendienstes war und für seinen neuen Dienstposten dementsprechend reichlich Erfahrung mitbringt.

Zuvor durchlief Ulrich Winter viele Stationen bei der Polizei, darunter als Dienstabteilungsleiter im Streifendienst, als Leiter der Verfügungseinheit sowie als Experte für Gefahrenabwehr und Umweltschutz. Auch war er mehrere Jahre im Ermittlungsdienst tätig.

Der Erste Polizeihauptkommissar, der mit seiner Ehefrau in Kirchlinteln wohnt und zwei erwachsene Kinder hat, freut sich auf die künftige Zusammenarbeit mit den 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ein überaus facettenreiches Aufgabenfeld rund um das Bremer Kreuz zu bearbeiten haben.

„Autobahnen sind nicht nur als Reisewege für den Individualverkehr oder Transportstrecken für den Schwerlastverkehr. Autobahnen gelten auch als Kriminalitätsrouten“, so Ulrich Winter, dem die Entdeckung reisender Straftäter ebenso wichtig ist wie die spezialisierte Verkehrsüberwachung oder die professionelle Aufnahme schwerer Verkehrsunfälle.

Der Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Langwedel umfasst rund 130 Kilometer und reicht von den Anschlussstellen Uphusen-Mahndorf und Posthausen auf der A1 und den Anschlussstellen Sebaldsbrück und Walsrode-West auf der A27.

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