Kindergarten Langwedel zu Besuch bei Imker Heinrich Müller in Daverden

Ein Honigbrot für den Heimweg

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Tolle Sache: Bei den Imkern in Daverden kann man in einen Bienenstock reingucken. Und Imke Rode (re.) erklärt den kleinen und großen Besuchern, was es da alles zu sehen gibt.

Langwedel/Daverden - Anja Müller absolviert ihr Praktikum im Kindergarten Langwedel – und Opa Heinrich Müller ist leidenschaftlicher Imker. Da lag es nahe, dass sie mit den Kindern einen Ausflug nach Daverden unternahm, denn hinter dem Küsterhaus stehen einige Bienenkörbe. Gemeinsam mit den beiden Erzieherinnen Inga Henke und Regina Matthes ging die Bärengruppe also flugs zu Opa Heinrich, der schon wartete.

Zunächst erklärte er die Unterschiede zwischen Wespen, Bienen und Hummeln. In Deutschland gibt es etwa 200 verschiedene Bienenarten, aber nur 36 Hummelarten. Hummeln stechen erst, wenn sie sich bedroht fühlen. Bei den Wespen hat nur die weibliche Wespe einen Stachel.

Sieben Zentner Honig in zwei Wochen

In den vergangenen zwei Wochen hat Heinrich Müller schon sieben Zentner Honig geerntet, denn die Imker „klauen“ ja den Bienen den Honig. Die Bienen sind fleißig und füllen die Waben immer wieder. auf. „Aus den Waben kann man schöne Formen basteln“, so Heinrich Müller. Dann erzählte er den Kindern, dass die Bienenköniginnen aus dem Kreis Verden zu einer Belegstelle auf die Insel Spiekeroog kommen können. Dort gibt es einen Aufstellungsort für junge unbegattete Bienenköniginnen zur gezielten Zucht für Honigbienen.

Nach zwei bis drei Wochen gehen die jungen Bienen auf Hochzeitsflug zu Drohnensammelplätzen. Dort wird jede Königin von etwa 15 Drohnen begattet. Die isolierte Lage im Meer ist für eine reine Zucht besonders wertvoll. Dann prüft der Imker, ob die Königin zur Eiablage gegangen ist und nimmt sein Volk wieder mit.

In einem Schaukasten zeigte Müller, wie Bienenköniginnen gezeichnet werden. In diesem Jahr ist es ein gelber Punkt. Natürlich suchten die Kids im Bienengewusel die gelb gepunktete Königin – und fanden sie auch. Dann hatte Heinrich Müller noch eine kleine Überraschung für die Kinder: Sie durften in einen viel zu großen Bienenschutzanzug schlüpfen. Da wollte natürlich Jeder dabei sein, so dass Inga Henke viele Fotos machen musste.

Auch das ausgestopfte Reh wird gestreichelt

Nachdem Heinrich Müller den Kleinen die Bienen nahe gebracht hatte, war Jäger Gerd Schmakeit an der Reihe. Er präsentierte mehrere ausgestopfte Tiere auf dem Tisch oder versteckt im Baum oder in einem Beet. Er zeigte einen Hermelin und erklärte, dass man daraus Pelzmäntel machen kann – und die Kinder waren fassungslos. Er zeigte Fasan und Mäusebussard, aber auch ein niedliches Rehkitz, das gleich gestreichelt wurde. Auch Eichhörnchen, und Krähen waren dabei. „Nur die Saatkrähe ist geschützt,“ ,erklärte er. Den Eichelhäher stellte er als Wächter des Waldes vor, denn er warnt die Vögel bei Gefahr. Steinmarder hingegen tummeln sich oft auf dem Dachboden. Den Fuchs nannte er einen wichtigen Vertreter in Wald und Flur. Dann zeigte er noch einige buschige Schwänze und verschiedene Geweihe.

Bevor es auf den Heimweg ging, hatte Bärbel Müller noch Brot mit Honig beschmiert und alle Kinder, aber auch die Erwachsenen griffen zu.

hu

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