Unbekannte entsorgen Müll in Sammelstelle des MTV Langwedel

„Hohlbirnen“ im Altpapiercontainer

Hausmüll, zum Beispiel volle Windeln, aber auch Plastik haben die Unbekannten im Papiercontainer entsorgt.
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Hausmüll, zum Beispiel volle Windeln, aber auch Plastik haben die Unbekannten im Papiercontainer entsorgt.

Langwedel – Seit zehn Jahren ist Marco Behrmann Vorsitzender des MTV Langwedel. Und auch unter seinem Vorgänger Gerhard Behling hat der Verein schon Altpapier gesammelt. „25 Jahre mindestens.“ Aber zum ersten Mal musste er jetzt feststellen, dass „Vollidioten“ den Altpapiercontainer an der Marienstraße in der Nacht zu Sonntag zweckentfremdet haben: Sie hinterließen unter anderem Laminat- und Tapetenreste, Farbdosen, Bierflaschen, Plastikmüll und volle Windeln.

Behrmann hatte am Montag das zweifelhafte Vergnügen, den Abfall zu sichten und vom Altpapier zu trennen. Denn ansonsten hätte dem Verein Ärger ins Haus stehen können. Die Firma Weser Wertstoff mit Sitz in Hoya „hätte uns sonst sofort gesperrt“. Der MTV muss wie alle anderen Vereine auch, die zur Aufbesserung der Kasse Altpapier sammeln, dafür Sorge tragen, dass sich nur Altpapier in dem Container befindet. Und die Gefahr, den anderen Müll zu übersehen, habe laut Behrmann durchaus bestanden: Denn die Unbekannten hätten sich Mühe gegeben, ihren Unrat unter Pappe und Papier zu verstecken. Nur weil ein Vereinsmitglied zufällig am Sonntag noch beim Container war, sei die Sache aufgeflogen.

Der Vorsitzende kann nicht verstehen, warum der oder die Verursacher ihren Müll nicht für fünf Euro bei der Deponie entsorgt haben. Stattdessen erwartet die Täter ihm zufolge nun Ungemach. Denn Behrmann hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Die Beamten geben das seinen Informationen nach an den Landkreis weiter.

Marco Behrmann ist sich recht sicher, dass der oder die Verursacher ermittelt werden. Darauf deuten Adressaufkleber hin, die er gefunden hat. Und die Sammlung, die sechsmal im Jahr stattfindet, will er auch nicht einstellen. „Wir lassen uns von solchen Idioten nicht die Butter vom Brot nehmen.“ Das Prinzip der Annahme am Container funktioniere gut. Von den rund 850 Vereinsmitgliedern stünden immer genug bereit, die den Wertstoff entgegennähmen. Das könnten „solche Hohlbirnen“ auch in Zukunft nicht verhindern.

Von Philipp Köster

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