Ein hochwertiges Lebensmittel, zu niedrige Preise und ein Melkwettbewerb

Sauberkeit ist das A und O

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Landwirt Helmut Warncke informiert im Melkstand die Teilnehmer des Melkwettbewerbs über die Technik.

Haberloh - Was ein echter Profi ist, der kennt sich mit dem Melken aus. Das gilt natürlich auch für die kreisverdener Nachwuchsmelker, die am Mittwochabend zum „Wettmelken“ auf dem Hof von Helmut Warncke in Haberloh antraten.

Auf dem Programm stand der traditionelle Melkwettbewerb, den die Landwirtschaftskammer für Auszubildende des dritten Lehrjahres, die ein halbes Jahr vor der Abschlussprüfung stehen, veranstaltet.

Für den Wettbewerb stellte der Familienbetrieb Warncke seinen Melkstand zur Verfügung. „Auch wenn immer mehr Computer das Melken übernehmen, muss der Landwirt das Melkhandwerk kennen“, sagt Helmut Warncke, der mit seinem Junior Hannes eine GbR gründete.

Vor dem Start des Wettbewerbs verteilte Ausbildungsberater Bernd Helms einen schriftlichen Test an die Teilnehmer, den sie in einer halben Stunde auszufüllen hatten.

Dann begrüßte Helmut Warncke die 14 Teilnehmer sowie die Wertungsrichter Henning Block, Harm Kruse, Carsten Ellmers und Jörn Kücker, die später die Teilnehmer im Melkstand genau auf die Finger schauten. Warncke erklärte: „Der Hof besteht bereits seit vielen Generationen. Aktuell halten wir 140 Milchkühe.“

Dann ging es los. Jeweils zu zweit im Melkstand, beäugt von den Richtern, legten die Teilnehmer das Melkgeschirr an die Euter der Milchkühe an, starteten den Melkvorgang, nahmen das Geschirr wieder ab und prüften die Keimzahl.

Dabei wischten sie noch einmal über das Euter, um es zu säubern. Denn Sauberkeit ist das A und O bei einem Milchlandwirt, deren Milch die Molkerei beim Abholen jeden Tag beprobt und im Labor analysiert.

Danach folgten die nächsten zwei Teilnehmer. Und, worauf kommt es an? „Natürlich auf die Melkhygiene und die korrekte Handhabung des Melkzeugs“, betonte auch Wertungsrichter Harm Kruse. Und fügte hinzu: „Da muss jeder Handgriff sitzen.“ Warncke unterstrich: „Wir Landwirte liefern mit der Milch ein hochwertiges Lebensmittel ab, das jeden Tag untersucht wird.“

Nun warten alle gespannt auf die offiziellen Ergebnisse des Wettbewerbs. Denn wer gewonnen hat, wird erst Mitte Dezember in Zeven-Aspe in den Räumen des Deutschen Milchkontors bekannt gegeben.

Helmut Warncke hofft derweil auf bessere Milchpreise, wie generell alle seine Berufskollegen. „Der Milchpreis von 26 Cent je Liter ist einfach zu niedrig“, merkte der Landwirt Warncke an.

woe

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