Musical und gemeinsames Essen

St. Sigismund feiert das Reformationsjubiläum

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Zum Reformationsjubiläum gab es noch einmal die Aufführung des Musicals von Edelfried Hennig.

Daverden - War es der gesetzliche Feiertag, den es zum Reformationsjubiläum in diesem Jahr gab? Oder der „Alt bis Jung Gottesdienst“? Zumindest war die Daverdener St. Sigismund-Kirche richtig voll, an die 200 Menschen mochten sich die Feier des Gottesdienstes und des Reformationsjubiläums nicht entgehen lassen, was mit verschiedenen Angeboten auch besonders abwechslungsreich gestaltet wurde.

Pastor Lars Quittkat kam wie bei jedem „Alt und Jung Gottesdienst“ mit seiner Handpuppe „Kalli“, diesmal , um etwas Besonderes anzukündigen. „Wer war Luther?“, dieses kleine Musical, das bereits während der Langwedeler Kulturtage und am Pfingstsonntag aufgeführt worden war, hatte in der schönen St. Sigismund-Kirche einen besonders festlichen Rahmen.

Martin Luther wurde dargestellt von Volker Penczek, sein Widersacher, der Dominikanermönch Johannes Tetzel von Leon Penczek. Natürlich wurde Luthers Kampf gegen den Ablasshandel und seine Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache in dem von Edelfried Hennig geschriebenen Musical thematisiert. Zum Schluss heftete Martin Luther alias Volker Penczek die Thesen nicht an die Kirchentür, sondern an die Kanzel. Weitere Mitwirkende in dem Stück, das die wichtigsten Stationen im Leben von Martin Luther ebenso verständlich wie mitreißend erklärte, waren Mieke Penczek, Jakob Gröper, Elisa Rosebrock, Emely Aves, Jakob Körner und Caroline Trutz.

Auch das gemeinsame Mittagessen nach dem Gottesdienst stand im Zeichen des Reformators und seiner Zeit.

Für das gemeinsame Essen nach dem Gottesdienst hatte sich das Kochteam nach vorheriger Recherche von den Speisegewohnheiten zu Luthers Zeiten inspirieren lassen.

„Futter wie bei Luther“ hieß es und das Team um Yvonne Beermann und Ute Ziethen freute sich, dass weit über 100 hungrige Kirchenbesucher gekommen waren. Sie alle wollten auch einmal erleben, wie man zu Zeiten Martin Luthers aß. Dieser war ein Liebhaber deftiger Kochkunst und trank dazu frisch gebrautes Bier.

Also gab es Kohl nach mittelalterlicher Art mit Zimt und Porree oder mit Speck und Kümmel. Spießbraten mit Kraut und Kümmel standen ebenso auf der Speisekarte wie Hafersalat und Gries-pudding. Auf Kartoffeln mussten die Menschen damals noch verzichten. Auf dem langen Tisch standen auch noch eine Kürbissuppe und Lutherbohnen. Das Angebot war so vielseitig, dass man die Qual der Wahl hatte. Fladenbrot und Dinkel-Vollkornbrot sowie süßes Gebäck gehörten auch noch dazu wie Kuchen und die Lutherrose aus Walnüssen.

Zum Mittagessenteam gehören etwa 15 Frauen. Vier Damen bilden den festen Stamm, erklärten Yvonne Beermann und Ute Ziehten. Für „Futter wie bei Luther“ hatten sie im Internet und in diversen Kochbüchern recherchiert. „Das Essen damals war sehr Fleisch- und Brotlastig.“ Es gab aber auch Steckrüben, Kohl und Obst.

Schließlich verloste Dagmar Schumacher noch drei Luther-Bibeln, die von der Stader Bibel- und Missionsgesellschaft gestiftet worden waren. Auf den Tischen lagen Zettel, auf denen anzukreuzen war, was im Reformationsjahr besonders gefallen hat. Die meisten Stimmen fielen auf das Gartenfest, dann auf den Luther-Schmaus am Reformationstag, gefolgt von den Thesen, die an eine Pinnwand in der Kirche geheftet werden konnten. Die Bibeln gewannen Maria Höhne, Elke Schwartz und Heinrich Müller. 

hu

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