Herbstliches Wetter treibt viele in Reisebüros / Aber: „Last Minute geht nichts“

Sonnenziel schwer zu finden

Sommer? Sonne? Sand? Letzteres ist vielfach da: Reisebüro-Inhaberin Rieke Kühl und Kunden bringen gern Feinkörniges von Stränden dieser Welt mit. In Gläser gefüllt und nach dem Herkunftsland beflaggt, gibt das eine kleine bunte Ausstellung her.
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Sommer? Sonne? Sand? Letzteres ist vielfach da: Reisebüro-Inhaberin Rieke Kühl und Kunden bringen gern Feinkörniges von Stränden dieser Welt mit. In Gläser gefüllt und nach dem Herkunftsland beflaggt, gibt das eine kleine bunte Ausstellung her.

Langwedel - Badewetter herrschte hierzulande zuletzt selten, der August kam überwiegend herbstlich daher. Da möchte manch einer aus dem Flecken Langwedel Sommerfreuden woanders finden. „Wir haben viele Last-Minute-Anfragen, die Leute wollen kurzfristig in die Sonne“, bestätigt Rieke Kühl, Inhaberin eines Reisebüros im Langwedeler Einkaufszentrum.

Doch jetzt, in den Sommerferien, sei es „schwierig, etwas Passendes zu bekommen“. Die Balearen, die Kanarischen Inseln, das spanische Festland und die Türkei seien besonders gefragte Ziele. Wer es preisgünstiger haben wolle, buche gerne Bulgarien oder Tunesien.

Der Gang ins Reisebüro endete für viele sonnenhungrige Familien allerdings mit einer herben Enttäuschung. „Last Minute habe ich im August gar nichts mehr verkaufen können“, gesteht Kühl.

Häufig hätten für die angesagten Ziele im Ausland Plätze in den Flugzeugen gefehlt oder den Kunden habe das noch über freie Zimmer verfügende Hotel nicht gefallen, weil es beim „Holiday Check“ schlecht bewertet wurde. Aber vor allem seien Buchungen am „meist indiskutablen Preis-Leistungsverhältnis“ der noch offenen Angebote gescheitert, berichtet Rieke Kühl. Die zahlreichen Überschneidungen der Sommerferien in den 16 Bundesländern hätten insbesondere für den August zu einer erhöhten Nachfrage nach Reisen geführt und diese, den Gesetzen der Marktwirtschaft folgend, vielfach erheblich verteuert.

Gabi Goerdel-Klages, Büroleiterin von „Reisen-Pur“ am Etelser Bahnhof, bestätigt dieses Dilemma. „Es gibt kaum noch das, was die Leute jetzt kurzfristig haben wollen.“ Denn aufgrund der Verengung des Ferienzeitraumes von drei auf zwei Monate könnten die Reiseveranstalter und Hoteliers hohe Preise nehmen, erläutert sie.

Für den Herbst sehe es mit freien Kapazitäten „noch besser aus“, sagte Goerdel-Klages auf Nachfrage. Wegen des späten Ferientermins in Niedersachsen Ende Oktober/Anfang November kämen allerdings nur die Kanaren und die Türkei als mit wenigen Flugstunden zu erreichende Urlaubsorte mit noch sommerlichem Wetter in Betracht, schränkt Kühl ein. „Die wenigsten Familien sind doch bereit, teure Fernreisen in die Karibik oder nach Südostasien zu machen.“

mm

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