Schülerinnen und Schüler wagen sich an das Deutsche Radsportabzeichen

Herausforderung angenommen

Ausgepumpt – aber glücklich. Die Langwedeler Oberschülerinnen und -schüler schafften das Deutsche Radsportabzeichen. - Foto: Hustedt

Etelsen/Langwedel - Sollte man die Herausforderung annehmen? Radfahren an sich ist ja nicht soooo das Problem. Aber richtig Radsport? Nach einer kurzen Absprache mit Lehrer Stefan Danylyszyn war für die 10a der Oberschule am Goldbach schnell klar: Die Herausforderung nehmen wir an, das Deutsche Radsport-Abzeichens wird doch wohl zu schaffen sein.

Was dann zur Folge hatte, dass für die Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren es im Sportunterricht an drei ganz konkreten Tagen um den Radsport ging und zwar mit tatkräftiger Unterstützung vom Radfahrverein (RV) Etelsen.

Erster Tag: Beste Wetterbedingungen, ein Rundkurs über fünf Kilometer war zu absolvieren. Aber nicht einfach so und irgendwie. Die Jungs mussten die Runde in zehn bis zwölf Minuten schaffen, die Mädchen in zwölf bis 14. Ganz ehrlich, das brachte so manchen an die Grenze der Belastbarkeit. Aber geschafft haben es alle. Und oben drauf gab es noch einen 200-Meter-Sprint hinzulegen. Logisch, auch in einem bestimmten Zeitfenster.

Am zweiten Tag stand eine zehn Kilometer lange Geländetour auf dem Programm. Dafür wurden drei Gruppen gebildet. Die schnelle Gruppe wurde von Ben Böschen angeführt, die zweite Gruppe übernahm Sandy Böschen, mit 15 Jahren im RV Etelsen die jüngste DRA-Prüferin (DRA - Deutsches Radsportabzeichen). Damit keiner überfordert wurde, übernahm auch die neunjährige Lena Böschen eine Gruppe.

Nach kurzer Einweisung der Gruppen durch die RV-Jugendwartin Danny Böschen ging es durch die Marsch und in den Cluvenhagener Wald. Die Gruppe von Ben Böschen nutzte die Chance und schaffte die Strecke in der vorgesehenen Zeit von unter 28 Minuten. Die Strecke durch den Wald führte über unterschiedliche Untergründe, nicht nur festen Boden, schmale Wege und unterschiedliche Steigungen. Was aufgrund der Materialunterschiede bei den Rädern doch sehr anspruchsvoll war.

Tag drei: Slalomfahren.

Es wurden sechs Stangen im Abstand von zwei Metern aufgestellt, die ohne Berührung durchquert werden mussten. Weiter ging es über eine Wippe, bei der doch einige Teilnehmer zögerten, doch alle freuten sich, als es geschafft war. Beim 25-Meter-Langsamfahren wurde dann der Ehrgeiz vieler Teilnehmer geweckt.

Während für die Schülerinnen und Schüler der Sporttag vorbei und Erholung angezeigt war, ging für Sandy Böschen als Prüferin die Arbeit weiter: Auswertung vornehmen, die ausgefüllten Leistungsnachweise zum Radsportverband Niedersachsen schicken, auf das Ergebnis warten.

Und das ist wirklich hervorragend: Acht Teilnehmer schafften das Radsportabzeichen in Gold, fünf Silber und sieben Bronze. Doch wer der 20 erfolgreichen Herausforderungsabsolventen welches Abzeichen erlangte, blieb bis zum Eintreffen der Urkunden durch den Radsportverband eine Überraschung. 

hu

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