Das helle Licht am Montagmorgen

Theater AG der Grundschule präsentiert „Die Sockensuchmaschine“

„Was gibt es Neues?“ Jonas und die anderen Kinder auf dem Weg zur Schule. Foto: Wenck
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„Was gibt es Neues?“ Jonas und die anderen Kinder auf dem Weg zur Schule.

Langwedel - Von Jens Wenck. Kinder, hier wird es gleich etwas geben. In der Aula der Grundschule Langwedel sind unten im Parkett alle Plätze besetzt. Sogar oben drüber, eine Etage höher sitzen viele erwartungsvolle Zuschauer.

So, jetzt geht es los. Julia Pattenhausen erklärt: „Wir sind die Theater AG und haben im letzten halben Jahr viel üben müssen.“ Die Lehrerin setzt eine Kunstpause, blickt ins weite Rund: „Wer 'Buuuh' ruft, der kriegt im nächsten Jahr die Hauptrolle.“ Das war natürlich nur Spaß. Und was dann als Theater mit Musik und Tanz über die Bühne ging, war so spannend, lustig und gut aufgeführt, dass sowieso überhaupt niemand mehr daran dachte „Buuuh!“ zu rufen.

Also: Da gibt es ein Kinderbuch von einem Autoren, der sich Knister nennt. Der hat schon ganz viel geschrieben, unter anderem auch „Die Sockensuchmaschine“. Dieses Buch haben die Kinder in Langwedel nicht nur gelesen. Mädchen (vor allem) und Jungen aus der 3. und 4. Klasse haben in der Theater AG mit den Lehrerinnen Julia Pattenhausen und Janina Fuchs ein Stück einstudiert. Dazu haben sie noch viel Arbeit in das Bühnenbild gesteckt.

Erzählt wird die Geschichte von Jonas. Der blinzelt am Montagmorgen noch ganz müde ins helle Licht, soll zur Schule - und wünscht sich eine Anziehmaschine oder eine Sockensuchmaschine oder etwas gegen das grelle Aufstehlicht. Aber so etwas gibt es ja nicht. Dafür wohnt in der Nachbarschaft so ein komischer Mann. Über den reden alle, aber keiner redet mit ihm. Auf dem Nachhauseweg von der Schule traut sich Jonas, mal zu gucken, was auf dem Schild an der Garage steht. „Justus Turbozahn. Erfindungen aller Art.“ Öha.

Ob der Mann vielleicht helfen könnte? Jonas bespricht sich mit seinem Wellensittich Max. Der kann gut zuhören, verfügt aber keinen großen Wortschatz. Er eigentlich immer nur „Prima! Prima!“. Aber das passt schon auf Jonas Fragen und lustig ist es auch.

In der Folge traut sich Jonas den dezent durchgeknallten Erfinder-Professor um Hilfe zu bitten - und bekommt tatsächlich ganz fix eine Morgenbrille. Die ist nicht nur bei zu grellem Licht super, man kann mit ihr auch ganz prächtig bei Klassenarbeiten abgucken. Bezahlt werden will der Erfinder übrigens mit Ideen für neue Erfindungen. Ist ja klar, was Jonas vorschlägt: eine Anziehmaschine und eine Sockensuchmaschine. „Schwierig, schwierig“, findet Turbozahn. Das kriegt selbst er nicht von heute auf morgen hin.

Am Ende hat der Professor sogar eine Anziehsockensuchmaschine fertig. Die wird zusammen mit Jonas ausprobiert, funktioniert erst supertoll - und dreht dann komplett ab, scheucht Jonas und den Professor durch die Gegend und wuschelt ihre Haare, das es eine Wonne ist.

Wieder zuhause erzählt Jonas seinem Wellensittich Max am Ende eines Theaterstückes mit Liedern und großen Tanzszenen von der Maschine außer Rand und Band, die man erst im letzten Moment abstellen konnte. „Das war knapp. Aber irgendwie auch lustig“, meint Jonas. Und Max sagt: „Prima! Prima!“ Dem kann man sich im Urteil über die Theateraufführungen (es gab am Abend noch eine für Eltern) uneingeschränkt anschließen.

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