DRK-Ortsverein droht das Aus

Etelsen: Helfer brauchen selber Hilfe

Verstärkung gesucht: Rainer Fetter, Jutta Mohrmann und Andreas Mohrmann sind zwar ein gutes und gut gelauntes Team, brauchen im Vorstand aber noch zwei weitere Kolleginnen oder Kollegen.
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Verstärkung gesucht: Rainer Fetter, Jutta Mohrmann und Andreas Mohrmann sind zwar ein gutes und gut gelauntes Team, brauchen im Vorstand aber noch zwei weitere Kolleginnen oder Kollegen.

Etelsen – „Ganz ehrlich? Das macht ja auch Spaß“, sagt Andreas Mohrmann. Der Achimer ist beruflich beim Deutschen Roten Kreuz beziehungsweise dessen Blutspendedienst beschäftigt – und seit 2014 Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Etelsen, seine Schwester Jutta übernahm im gleichen Jahr den Posten der 2. Vorsitzenden. Händeringend hatte der Ortsverein damals jemanden gesucht, der Gabriele Fetter folgen könnte, die den Vorsitz über zwei Jahrzehnte ausgeübt hatte. Ein DRK-Ortsverein ist zwar kein Verein im klassischen Sinn – aber ohne einen funktionierenden Vorstand geht auch hier nichts. Und wenn es hart auf hart kommt, dann droht in Etelsen jetzt wie schon vor gut zehn Jahren das Ende des Ortsvereins.

Alle drei Jahre wird beim DRK gewählt. 2019 hatte Schatzmeister Heinz-Hermann Fetter angekündigt, nach langen Jahren sein Amt in andere Hände übergeben zu wollen. Das gleiche gilt für Erika Stempniewski, geborene Fetter, längst im Rentenalter und seit gefühlt ewigen Zeiten Schriftführerin beim DRK in Etelsen.

„Natürlich haben wir uns danach umgehört und vorgefühlt“, erzählt Andreas Mohrmann. Die Resonanz war mau. Ehrlich gesagt, sie war bis jetzt gleich Null.

„Die Leute kommen gern als Helfer“, so die Erfahrung von Jutta Mohrmann, wenn es etwa um die regelmäßigen Blutspendetermine geht. Da gibt es überhaupt keine Probleme. „Aber wenn es um die Bereitschaft, im Vorstand mitzuarbeiten geht, dann wird es schwierig.“ Da kann Rainer Fetter, zuständig für den Festausschuss, also Feiern, Busfahrten & Co., nur zustimmen. Vielleicht hätten die Menschen ja auch eine komplett falsche Vorstellung davon, was so ein Posten bedeutet. „Da muss niemand tage- und nächtelang arbeiten“, beteuert Andreas Mohrmann. Sicher, eine gewisse Beziehung zu Zahlen ist beim Schatzmeister nicht verkehrt. Aber es gibt längst entsprechende Computerprogramme, garantierte Hilfe vom Vorgänger – und nur einen kleinen Ortsverein, der nicht viele Vorgänge zu bearbeiten hat. Der Schriftführer oder die Schriftführerin muss von der Jahreshauptversammlung und etwaigen Vorstandsitzungen ein Ergebnisprotokoll anfertigen – und das war es. Gut, wenn er oder sie auch noch ein bisschen Pressearbeit übernehmen wollte, wäre das super.

Der DRK-Ortsverein Etelsen hat seine Wurzeln übrigens in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Schloss im Ort Krankenhaus war, sich Etelserinnen und Etelser ehrenamtlich um Verwundete und Kranke kümmerten. So wie überhaupt in den folgenden Jahrzehnten die Bedeutung des DRK vor Ort und im Land immer dann besonders deutlich wurde, wenn schnell Hilfe gebraucht wurde, wie jetzt in der Corona-Pandemie in Test- oder in Impfzentren.

Als Schriftführer oder Kassenwart bräuchte es gar nicht mal eine besondere Beziehung zum DRK oder eine Erste-Hilfe-Ausbildung. Das kann ja alles im Laufe der Zeit kommen, muss es aber nicht. Aber ein funktionierender Vorstand muss sein, sonst läuft der ganze Laden nicht, eine große Portion Tradition und viel eingespielte Organisation würden verschwinden.

Wer sich auch nur ansatzweise vorstellen kann, einen der Posten beim DRK Etelsen zu übernehmen, sollte sich an Andreas Mohrmann wenden, Telefon 04202 / 638593, Mobil 0170 / 5375216. Wer sich vorher noch ein bisschen mehr informieren möchte, der guckt im Internet auf der Seite www.drk-etelsen.de.

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