Heinrich Struckmanns neues Buch „Etelsen in Bildern“ erscheint

Wettrennen zwischen Auto und Lokomotive

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Heinrich Struckmann mit seinem neuen Buch unter dem Arm vor der Kohlerschen Motormühle auf dem Berkels. Ihrer Geschichte widmet der Autor allein zehn Seiten.

Etelsen - Von Wilhelm Ostmann. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dem stimmen alle zu, auch Heinrich Struckmann, der eine Etelser Institution ist. Er ist seiner Überzeugung gefolgt, hat nun Nägel mit Köpfen gemacht und ein neues Buch verfasst, in dem etwa 600 Fotos und Zeichnungen abgedruckt sind und das folglich den Titel „Etelser Bilder“ trägt. Es geht darin um Handwerk, Häuser und Geschichte in Etelsen.

Die vielen Aufnahmen werden durch begleitende Texte eingehend erläutert. Dabei ist der Umfang der Beiträge auch nicht von Pappe. Das Ganze summiert sich zu 244 Seiten im Din-A4-Format zusammen. Das Buch wird Anfang November in einer öffentlichen Veranstaltung in Etelsen den Bürgern vorgestellt werden und kann dann auch gekauft werden.

Um den Absatz braucht sich der Autor keine Sorgen zu machen. Er hat schon ein Buch geschrieben, das sich mit dem Adelsgut Etelsen – dem Schloss und seiner Geschichte – beschäftigte. Die Auflage war in Nullkommanix vergriffen. Diejenigen, die zu spät kamen, standen mit leeren Händen und langen Gesichtern da.

Zurück zu seinem neuen Werk. Im Untertitel heißt es „Geschichte – Handwerk – Häuser“ und sagt damit, um was es geht. Es werden 101 Betriebe vorgestellt – ehemalige und existierende. Die etwa 600 Fotos stammen aus Heinrich Struckmanns Fundus; er hatte aber auch Unterstützung von vielen Etelser Einwohnern, die in Alben und Schuhkartons blätterten und stöberten und viele Fotografien zutage förderten und beisteuerten.

Die Texte, ebenfalls von Heinrich Struckmann, sind nach unzähligen Interviews entstanden und befassen sich nicht bierernst mit den Themen. Es geht obendrein humorvoll zu. Viele Döntjes sind darunter.

Es werden neben Firmen und Unternehmen, die den Schwerpunkt bilden, auch besondere und geschichtliche Ereignisse beschrieben. Im Entree beschäftigt er sich mit der Symbolik des Etelser Wappens, dem Totschlag und Sühne in Etelsen folgen. Das hört sich doch schon spannend an. Das Ende des Krieges und seine schlimmen Folgen werden erzählt. Die Bahn durchschneidet Etelsen. Das Ende des Bahnhofsgebäudes ist ein schmerzliches Kapitel, die Elektrifizierung des Ortes, der Bau des Kanals und später der Kirche und anderes werden beleuchtet.

Der Autor widmet sich beim Thema Kirche, die just ihr 50-jähriges Bestehen feiert, ihrer künstlerischen Ausgestaltung und ihrer sakralen Einrichtung. Die damals jungen Künstler machten Karriere und wurden zu anerkannten Persönlichkeiten in der Kunstszene. Den Schlusspunkt des Buches setzen Luftaufnahmen, die alle Etelser Ortsteile von oben zeigen.

Heinrich Struckmann hat fünf Jahre an diesem Werk gearbeitet und alles mit der Hand, Tinte und Feder aufs Papier gebracht. Es wurde auf moderne Datenträger übertragen und für den Druck vorbereitet. Der Etelser hat sein Werk für die Ureinwohner und Neubürger geschaffen. „Die Alten können Bekanntes wieder- und auch Neues entdecken, die Zugezogenen lernen ihre neue Heimat genau kennen, sie soll ihnen vertraut und lebendig werden“, schildert Struckmann seine Motive.

Um alles zu komplettieren müsste sich jetzt noch, so sein Wunsch, ein Experte aus der Landwirtschaft finden, der dieses Thema und die Geschichte der Höfe unter die Lupe nimmt und darüber schreibt.

Ist Ihnen übrigens die Etelser Wette bekannt? Ein Auto und eine Dampflokomotive der Baureihe 03 treten auf Straße und Schiene gegeneinander an. Sowohl der Pkw-Fahrer als auch der Lokführer verlieren, obwohl einer der beiden schneller war. Wie es genau ausgeht, steht in dem Band „Etelsen in Bildern“. Also nach seiner Vorstellung im November gleich kaufen.

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