Widerspruch gegen neuen Sandabbau angekündigt – wenn er dann kommt

Heino Meyer hat Angst um seinen Wald

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Die bereits bestehende Sandgrube darf die Firma Specht aktuell noch bis 2027 ausbeuten. Bislang hatten Ortsrat Völkersen und der Gemeinderat keine Einwände. Auch weil der Lieferverkehr nicht durch Völkersen muss. 

Der deutsche Wald hat es in diesen Tagen schwer. Der heiße und trockene Sommer 2018 sorgt für massive Schäden, auch aktuel ist noch zu trocken. Heino Meyer sorgt sich aber noch aus einem weiteren Grund. In der Nähe seines Waldes in Völkersen wird Sand abgebaut. Meyer fürchtet die Vergrößerung des Abbaus. „Der Wald ist dann zum Tode verurteilt.“ Auf seinen 5,25 Hektar wachsen hauptsächlich Kiefern und Eichen. Die vielen Kiefern hat man nach dem großen Herbststurm 1972 gepflanzt. „War vielleicht nicht ganz richtig“, so Meyer. Lärchen stehen noch in seinem Wald, den er unbedingt erhalten will, wie er sagt. Meyer bewirtschaftet seinen Wald nicht im klassischen Sinne. Totes Holz holt er heraus und pflanzt dann neu. „Buchen. Überhaupt Laubbäume.“

Völkersen - 2004 hat Heino Meyer als Nachbar beim Landkreis Verden Widerspruch gegen den Antrag der Rotenburger Firma Specht auf Sandabbau eingelegt. Allerdings erfolglos.

Beim Sandabbau würden die Abstände zu seinem Wald nicht eingehalten, die Firma hätte außerdem zu tief gegraben und den vorgeschriebenen Abstand zum Grundwasser nicht eingehalten, lautet Meyers aktueller Vorwurf.

Was den Waldbesitzer aber besonders umtreibt: Die Firma Specht hat rund um die bestehende Grube und Meyers Wald schon Flächen aufgekauft. Irgendwann wird es auch hier einen Sandabbau geben, ist er sicher. Die Nachfrage nach guten Bausanden ist schließlich ungebrochen. Wenn der Antrag auf Ausdehnung des Abbaus kommt, will Meyer, der ein Kaufangebot für seinen Wald abgelehnt hat, auf jeden Fall Widerspruch einlegen.

Aktuell gibt es so einen Antrag allerdings noch gar nicht. Ortsrat Völkersen und Flecken Langwedel haben aber in der Vergangenheit einem Antrag der Firma Specht auf Verlängerung der bestehenden Abbaugenehmigung um weitere zehn Jahre bis 2027 zugestimmt. Der Flecken Langwedel hat dem Unternehmen sogar ein Stück Gemeindeweg verkauft.

„Der verläuft heute allerdings gar nicht mehr da, wo er auf der Karte eingezeichnet ist“, erklärt Bürgermeister Andreas Brandt. Das Stück, wo der Weg heute mit Bäumen überwachsen ist, habe man nicht verkauft und werde ihn auch nicht verkaufen.

Genehmigungsbehörde für den Sandabbau ist der Landkreis Verden. Der jeweils zuständige Ortsrat und der Gemeinderat werden im Zuge des Verfahrens aber immer zur Stellungnahme aufgefordert.

Wenn das wieder soweit ist, werde man vonseiten des Fleckens Langwedel auf die Wichtigkeit und den Erhalt des bestehenden Waldes hinweisen, ist sich der Langwedeler Bürgermeister Brandt jetzt schon sicher. „Und der Antrag wird kommen.“

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