Landesstraße 158 wird saniert

Langwedel: Hauptverkehrsader im August und September dicht

Was müsste noch gemacht werden? Sebastian Jüntgen, Anouar El-Khaouda und Bernhard Goldmann nahmen unter anderem die Abwasserschächte unter die Lupe.
+
Was müsste noch gemacht werden? Sebastian Jüntgen, Anouar El-Khaouda und Bernhard Goldmann nahmen unter anderem die Abwasserschächte unter die Lupe.

Im kommenden August und September wird die Fahrbahndecke der Landesstraße 158 in Langwedel und Daverden saniert. Dafür wird die Hauptverkehrsader abschnittsweise voll gesperrt.

Langwedel/Daverden – Der Plan steht in vielen Details noch gar nicht genau fest. Ganz sicher ist aber: Im kommenden August und September wird die Landesstraße 158 in den Ortsdurchfahrten Langwedel und Daverden saniert. Das bedeutet aber nicht, dass Langwedel und Daverden zwei Monate lang komplett für die Bauarbeiten dichtgemacht werden. Aber es wird logischerweise in dem besagten Zeitraum erhebliche Behinderungen, weil Vollsperrungen, geben.

Wie man die möglichst gering halten kann, daran arbeiten die Verantwortlichen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr noch. Sicher ist, dass die Fahrbahndecke und in Teilen der Radweg neu gemacht werden, und zwar aus Richtung Verden und Förth von kurz vor der Kreuzung zur Eißeler Straße bis etwa 50 Meter hinter der Einmündung zur Straße Am Holze in Daverden.

Aktuell plant man in Verden mit vier Bauabschnitten. Auch um die eingeschränkte Zufahrt zu Grundstücken so gering und kurz wie möglich zu halten. „Die direkten Anlieger werden, wenn es so weit ist, auf jeden Fall noch persönlich informiert“, so Rick Graue, Leiter der Behörde in Verden. Die genaue Aufteilung der Bauabschnitte, die Umleitungen, die exakten Bauzeiten wollen die Straßenbauer auch rechtzeitig hier über diese Zeitung veröffentlichen. Das geht aber erst, wenn der genaue Plan steht, die Aufträge an die Baufirmen vergeben sind und mit diesen das Vorgehen abgestimmt ist.

Nötig wurde die Sanierung durch den Verschleiß der Asphaltdeckschicht der Straße. Abrieb und mögliche Schäden werden regelmäßig kontrolliert, es werden Bohrkerne entnommen, um den Zustand der Straße zu überprüfen. Verhindern möchte man auf jeden Fall größere Schäden, die etwa durch eindringendes Wasser sowie anschließenden Frost und Eis in den untereren Schichten der Straße entstehen könnten. Man geht davon aus, dass eine Asphaltdecke im Schnitt nach zwölf Jahren erneuert werden muss, so Rick Graue vom Straßenbauamt Verden. Die Deckschicht in Langwedel und Daverden ist definitiv älter. Die für den Sommer geplanten Arbeit gelten damit als „planmäßige Erhaltungsmaßnahme“.

Der Flecken Langwedel, dessen Bauamt und die Gemeindeverwaltung betrachten das, was da kommen soll, als eventuell günstige Gelegenheit. Im Verlauf von Großer Straße und Hauptstraße befindet sich teilweise auch der öffentliche Schmutzwasserkanal des Fleckens sowie die dazugehörigen Schächte und Gullydeckel.

Der Bordstein an der Landesstraße ist vor allem in Daverden teilweise kaum noch vorhanden.

Gemeinsam mit Anouar El-Khaouda von der Landesbehörde waren Langwedels Bauamtsleiter Bernhard Goldmann und Sebastian Jüntgen unterwegs und haben die Schächte in Augenschein genommen. Einiges ist abgesackt, etliches muss angepasst werden. „Betroffen sind voraussichtlich 24 Schächte“, teilte Goldmann dem Gemeinderat jetzt mit.

Und wenn die Landesbehörde schon einmal dabei ist, könnte der Flecken Langwedel ja vielleicht auch die Gelegenheit nutzen und einige der vor allem im Bereich Daverden schwer in Mitleidenschaft gezogenen Bordsteine erneuern. „Eine grobe Bestandsaufnahme hat ergeben, dass voraussichtlich 170 Bordsteine ausgewechselt werden müssen“, so Bauamtsleiter Goldmann.

Die Langwedeler haben die Landesbehörde für Straßenbau informiert, die Verdener übernehmen die Ermittlung der möglichen Kosten einer Sanierung für die Gemeinde mit. Die Bordsteine fallen wie der Schmutzwasserkanal in die Zuständigkeit Langwedels. Allerdings zeichnet sich ab, dass der Flecken nicht alles aus seinen jährlichen Haushaltsmitteln für solche Zwecke wird bezahlen können. Sobald die genauen Ergebnisse vorliegen, bekommt die Politik Bescheid – und muss dann entscheiden, was man machen will und kann.

Sicher ist, dass im Zuge der Arbeiten im August und September die Vollampel an der großen Kreuzung in Daverden gebaut wird. Das biete sich an, da man zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt eine zusätzliche Vollsperrung der wichtigen Kreuzung gebraucht hätte.

Am zweiten Septemberwochenende ist normalerweise immer Langwedeler Markt. „Die Vereinigung der Selbstständigen ist über die Pläne informiert“, so Bernhard Goldmann. Die Antwort aus der VdS hätte sinngemäß gelautet: Macht es, Hauptsache die Straße wird fertig.

Wenn man ehrlich ist: An einen ganz normalen Langwedeler Markt mag auch im Corona-Jahr 2021 niemand glauben.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Amazon Achim: „System des Drucks“? Sprecher kontert Kritik am Online-Händler

Amazon Achim: „System des Drucks“? Sprecher kontert Kritik am Online-Händler

Amazon Achim: „System des Drucks“? Sprecher kontert Kritik am Online-Händler
Verdener Domplatz beim Open-Air-Festival in Partystimmung

Verdener Domplatz beim Open-Air-Festival in Partystimmung

Verdener Domplatz beim Open-Air-Festival in Partystimmung
Der Liebe wegen – Blender statt Virginia

Der Liebe wegen – Blender statt Virginia

Der Liebe wegen – Blender statt Virginia
Scheunenbrand in Riede: Rauch viele Kilometer weit sichtbar

Scheunenbrand in Riede: Rauch viele Kilometer weit sichtbar

Scheunenbrand in Riede: Rauch viele Kilometer weit sichtbar

Kommentare