Unbekannte Flüssigkeit läuft aus Paket aus

Hauptstraße Daverden zeitweise gesperrt

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Sperrung der Hauptstraße Daverden.

Daverden - Gut zweieinhalb Stunden war Donnerstagmittag die Hauptstraße in Daverden zwischen der Kreuzung Feldstraße und dem Einmündungsbereich Ahornweg gesperrt – und die Classic-Tankstelle gleich mit.

Grund war ein größerer Einsatz der Feuerwehren aus Langwedel und Daverden. Polizei und Feuerwehr waren kurz vor 12 Uhr alarmiert worden. Dem Fahrer einer Versandfirma, die eine Annahme - und Abgabestelle in der Tankstelle unterhält, war beim Abholen und Verladen ein Paket umgekippt. Aus dem trat dann eine Flüssigkeit aus, die an der Luft verdampfte.

Gefahrgutexperten im Einsatz

Der Fahrer alarmierte die Mitarbeiterinnen in der Tankstelle, die wiederum Polizei und Feuerwehr. Die Ortswehren Langwedel und Daverden rückten mit ihrem Gefahrgutzug an. Vor Ort dazu kam die Polizei, Rettungsdienst und ein Gefahrgutexperte des Landkreises Verden.

Sperrung der Hauptstraße Daverden.

Da man nun nicht wusste, was sich in dem Paket befand, wurde die Hauptstraße für den Durchgangsverkehr sicherheitshalber komplett gesperrt, die Mitarbeiterinnen mussten die Tankstelle verlassen. Häuser brauchten nicht geräumt werden.

Größte Vorsicht bei den Einsatzkräften

Unter Atem- und Handschutz machte sich die Feuerwehr an das ominöse Paket heran, Messungen brachten laut Gemeindefeuerwehrsprecher Christof Dathe keinerlei Ergebnis. Also wurde das Paket geöffnet. Darin befanden sich zwei Behälter, wie sie auch zum Transport von Stickstoff benutzt werden beziehungsweise von Materialen, die mit Stickstoff gekühlt unterwegs sind.

Sperrung der Hauptstraße Daverden.

Weder Behälter noch Paket waren mit irgendwelchen Markierungen versehen, die der Feuerwehr Aufschluss über den Inhalt gegeben hätten. Die Polizei forschte derweil nach dem Absender des Paketes und konnte ihn in Bremen ermitteln. Seine Angaben zum Inhalt: Stickstoff. Was für die Feuerwehr allerdings keine Auskunft war, mit der man sich komplett zufriedengeben wollte. Also wurden die Behälter und der Karton, in den sie verpackt waren, gegen 14 Uhr sicher auf einem Fahrzeug verstaut und in Richtung Entsorgungsunternehmen abtransportiert.

Niemand kam zu Schaden

Dem Versender der Behälter dürfte mittlerweile dämmern, dass man gefährliche Chemikalien oder deren Behälter nicht einfach mit der Post oder einem Paketdienst verschicken sollte. Die Polizei hat ein Verfahren wegen gefahrgutrechtlicher Verstöße sowie wegen des Verdachts einer Straftat eingeleitet. „Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Verden/Osterholz dauern diesbezüglich an“, heißt es dazu vonseiten der Polizei. Soll im Klartext bedeuten: Die Kosten des Einsatzes oder einen Teil davon dürfte der Verursacher tragen.

Verletzt wurde bei der ganzen Geschichte niemand. Das Serviceteam der geräumten Tankstelle erlebte den Einsatz an ihrem Arbeitsplatz aus sicherer Entfernung in einem Feuerwehrauto. „Draußen war es ja auch echt kalt“, so eine der Damen nach dem Ende des Einsatzes.

jw

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