Investitionen von 720 000 Euro seit 2009

Sporthalle Völkersen: Gute Pflege

Die sanierte Sporthalle in Völkersen kann sich optisch und technisch wieder sehen lassen, finden nicht nur Kerstin Petersen und Bürgermeister Andreas Brandt.
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Die sanierte Sporthalle in Völkersen kann sich optisch und technisch wieder sehen lassen, finden nicht nur Kerstin Petersen und Bürgermeister Andreas Brandt.

Völkersen – „Das Größte was sie kriegen konnten“, sagt Thomas Schröder. Erst verzieht der Hausmeister keine Miene – und muss dann doch ein bisschen grinsen. Aber mal im Ernst. Der außen liegenden Teil der neuen Lüftungsanlage der Turnhalle Völkersen ist ein silbern glänzendes Riesenteil, und schon ein bisschen beeindruckend wie es dahinten an der Rückwand der Turnhalle klebt.

„Normalerweise kommt so was ja auch auf das Dach“, erklärt Bürgermeister Andreas Brandt. „Das haut hier aber nicht hin.“

Kerstin Peters, Architektin aus dem Langwedeler Bauamt, gibt dem Verwaltungschef recht. „Wir haben alles geprüft.“ Das Dach der Turnhalle trägt die große Lüftungsanlage nicht – und auch keine Fotovoltaikanlage, wie sie sich unter anderem Ortsbürgermeister Andreas Noltemeyer gewünscht hat.

Bereits 1981 wurde die Völkerser Turnhalle gebaut. Vorher war an dieser Stelle nur Schulhof. Und ein Spielgerät, kann sich Andreas Brandt, in Völkersen aufgewachsen und zur Schule gegangen, noch grob erinnern. Nimmt man die energetische Sanierung aus dem Jahr 2009 dazu, sind in den vergangenen zwölf Jahren rund 720 000 Euro geflossen, um die Halle immer wieder zu sanieren und auf den Stand der Zeit zu bringen.

Im 1. Akt bekam die Sportstätte eine Dachdämmung, eine Außenwanddämmung, neue Fenster und Türen. Insgesamt hat das damals 292 000 Euro gekostet. „Wir haben aber immer wieder viel Geld aus Fördertöpfen bekommen“, berichtet Andreas Brandt. Schon 2009 flossen rund 248 000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm I.

Vor einiger Zeit zeichnete sich ab, dass die alte in die Jahre gekommene Heizungsanlage ihren Geist aufgeben würde. Die Gemeindeverwaltung stellte dann beim Gemeinderat den Antrag, 70 000 Euro außer der Reihe für eine neue Heizung zur Verfügung zu stellen. Eine Summe, deren Höhe bei manchen schon im Ortsrat Völkersen Verwunderung auslöste. „Nachher sind dann sogar 330 000 Euro dabei herausgekommen“, so Brandt. Bei näherer Betrachtung und vor allem Begutachtung stellte sich nämlich heraus: Am besten bekommen Turnhalle und Grundschule gleich eine gemeinsame neue Heizung. Die alte Lüftung entsprach in keiner Weise mehr den aktuellen Vorschriften – und musste ebenfalls komplett neu. Auch hier konnte der Flecken Langwedel Fördergelder bekommen: 196 688 Euro und 11 Cent aus dem Kommunalinvestitionsprogramm II.

Wie schon die anderen Sporthallen im Flecken wurde 2019 auch die in Völkersen bei der Beleuchtung auf energiesparende LED-Lampen umgerüstet, was insgesamt 23 000 Euro gekostet hat. Aber nicht den Flecken. Der bekam dafür 21 388 Euro, wieder aus dem Kommunalinvestitionsprogramm.

In diesem Sommer haben sich die Handwerker nun in den Ferien den Innenraum der Halle vorgenommen: Neue Farbe für die Deckenplatten (aber so, dass der Schallschutz erhalten bleibt), Spachteln von Rissen und Schleifen der Wände, Streichen, ein neuer Prallschutz und neuer Wandbelag, neue Fußleistern, Umkleidekabinen neu gestrichen - listet der Arbeitsplan auf. Gesamtkosten in diesem Sommer: 69 000 Euro.

 „Es ist fast alles fertig. Bis auf die Nassräume. Da müssen wir noch ran“, sagt Andreas Brandt bei einem Blick in die Duschen, die in der Tat den Charme der 80-er verströmen, aber tadellos sauber und funktionstüchtig sind. „Das machen wir aber auch nicht mehr nächstes Jahr.“ Für neue Sanitärbereiche müsste die Halle länger aus dem Betrieb genommen werden. Dabei läuft der Sport in Völkersen nach Corona-Zwangspause gerade wieder an. Die neue Lüftungsanlage ist nun auch so eingestellt, dass alle Hallennutzer mit ihr Leben können. Die Feinjustierung hat ein bisschen gedauert. „Was wir auch sagen müssen, und was manchen bei dem Preise vielleicht enttäuscht hat: Es ist keine Klimaanlage, sondern eine Lüftungsanlage“, so Brandt. Und mit der bekommt garantiert immer genug Sauerstoff in die Halle. Aber bei einem ganz heißen Sommer ist der Kühleffekt irgendwann dahin. Dafür arbeitet die Anlage mit Wärmerückgewinnung, die Heizung wird nur noch bei richtig kalten Wintern gebraucht.

Irgendwann müsste wohl mal ein neuer Hallenboden her. Es ist noch der Allererste. Dass die Halle in einem so guten Zustand ist, hat nach Ansicht des Bürgermeisters nicht nur mit der laufenden Unterhaltung und Sanierung zu tun.

„Schule und Sportgruppen sind immer sehr pfleglich mit ihr umgegangen. Wir haben hier übrigens keinen Schließdienst, dass machen die Vereine selbst. Für diesen sorgsamen Umgang kann ich mich nur bedanken.“

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