Grundsteinlegung für den Neubau der Volksbank in Langwedel

„Ein Stück Zukunft für den Flecken“ entsteht

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Mit Hammer und Wasserwaage: (von links) Stefan Ullmann vom Volksbank-Vorstand, Bauherr Heinz Hermann Maack, Bürgermeister Andreas Brandt und Bauamtsleiter Frank Bethge kleben einen Fluchtstein.

Langwedel - „Wo soll der Tresor stehen?“ „Hätte das Gebäude einen Keller, wäre der als Ratskeller zu nutzen.“ „In die oberen beiden Wohnungen könnten Bürgermeister und Oberschul-Rektor einziehen.“ – Scherzhafte Fragen und Anmerkungen, die für jede Menge Spekulationen sorgen könnten.

Das alles und noch einiges mehr wurde am Mittwoch bei der Grundsteinlegung für den Neubau der Volksbank geflachst, der neben dem Langwedeler Rathaus entsteht, dort, wo zuvor der Jugendtreff stand.

Eine Grundsteinlegung ohne Grundstein. Dafür klebten die Offiziellen hoch oben auf dem Gerüst einen Fluchtstein: Stefan Ullmann vom Vorstand der Volksbank Aller-Weser, Bauherr Heinz Hermann Maack, Bürgermeister Andreas Brandt und Bauamtsleiter Frank Bethge, gehörte das Grundstück doch zuvor der Gemeinde.

Mit einer großen Portion Humor trotzte das Quartett Nieselregen und kaltem Wind. „Hoffentlich gibt es keinen Wintereinbruch, denn dann verzögern sich die Bauarbeiten“, sagte Maack und beendete damit den launigen Teil.

Brandt übernahm: „Vor einem Jahr stand fest, dass sich die Volksbank weiterentwickeln will und eine neue Bleibe sucht.“ Gleichzeitig hatte die Verwaltung Zahlen für den Jugendtreff auf dem Tisch: Das Haus sanieren oder neu bauen?

„Eine Komplettsanierung würde 200 000 Euro kosten“, bilanzierte Bauamtsleiter Bethge. Somit sei die Entscheidung für einen Neubau des Jugendtreffs sinnvoll, da die Gemeinde über „geeignete Bauflächen verfügt“. Beim Bau des Jugendtreffs gebe es momentan „leichte Verzögerungen“, sagte Brandt und Bethge erklärte: „Der Estrichbauer hat uns im Stich gelassen.“ Vier Wochen später als geplant soll der neue Jugendtreff eröffnet werden, also Mitte November. Solange ist die Einrichtung im Haus D der Oberschule untergebracht. „Das ist mit dem betreibenden Verein Sofa (Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe) abgesprochen“, betonte der Bürgermeister.

Dann kam Brandt auf den Bank-Neubau zu sprechen. „Das ist die perfekte Baustelle“, schwärmte er. „Sobald ein Gewerk seine Arbeit erledigt hat, rückt eine halbe Stunde später das folgende an.“ – „Bis auf die Decke“, frotzelte jemand. „Die kommt später“, erläuterte Bauherr Maack. 650000 bis 700 000 Euro steckt er in den Bau. Und wieder Brandt: „Wir sind stolz darauf, dass der Investor aus der Gemeinde stammt, denn so können wir das eine oder andere auf kurzem Wege klären.“

Ein Ausblick: Ende November soll das Richtfest gefeiert werden, und am 1. Juli kommenden Jahres will die Volksbank ihre Filiale eröffnen. „Ein Stück Zukunft für den Flecken“, meinte Brandt. „Wir freuen uns darauf, die neuen Räume zu nutzen. Die bieten uns technische Möglichkeiten und Perspektiven“, sagte Volksbank-Vorstand Ullmann. Denn: „Wir wollen als Finanzdienstleister im Ort bleiben.“

is

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