Grundschule Völkersen: Eine Woche lang der reinste Zirkus / Kinder in Manege

„Toll, was die alles können“

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Vor dem großen Auftritt: Schminken mit Nadine Thiel (v.li.).

Völkersen - Es war der krönende Abschluss einer wunderbaren Woche: Mit der Vorstellung am Freitagnachmittag endete das Zirkusprojekt der Völkerser Grundschule. Familie Thiel gastierte mit ihrem „Circus Amando“ in der Schule und hatte mit den 61 Mädchen und Jungen einige Nummern einstudiert.

Die wurden im brechendvollen Zelt bei hochsommerlichen Temperaturen präsentiert. Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde der kleinen Artisten ließen sich die Show nicht entgehen. Die Zuschauer fächelten sich Luft zu, Kinder knabberten Popcorn und Erwachsene erfrischten sich mit Getränken. Die Zirkusleute rollten die Seitenwände des Zelts hoch und sorgten so für frische Luft.

Mittendrin: Angelika Bernstein-Janßen. Die Rektorin hatte das Projekt nicht nur organisiert, sie fungierte vor und während der Vorstellung als Mädchen für alles: Sie half Besuchern, Plätze zu finden und holte Stühle herbei. Während der Aufführung achtete sie darauf, dass ihre Schützlinge rechtzeitig zu ihrem Auftritt kamen.

Dann, endlich, öffnete sich der Vorhang. Das erste Wort hatte Bernstein-Janßen. „Ich kann gar nicht fassen, dass so viele Leute in Völkersen wohnen“, sagte sie freudestrahlend, nachdem sie einen Blick in die Runde geworfen hatte.

„Großartig, was Ehepaar Thiel und die Kinder geprobt haben - die Mädchen und Jungen haben Dinge hinbekommen, weil sie mit großer Freude bei der Sache waren.“ Sprach's und gab die Manege frei für die Drahtseilrevue. Doch statt der Schüler tapste ein kleiner Knirps aus dem Publikum ins große Rund und erntete die ersten Lacher.

Dann ging der Zirkus richtig los: Donnernder Applaus begrüßte die kleinen Seiltänzer. Mehrere Mädchen und einige Jungen balancierten elegant auf dem Seil, streckten ihre Beine nach vorn und hinten und hoben ein Tuch auf. Zwei Mädchen legten sich sogar rücklings auf das Seil. Müßig zu sagen, dass jede Darbietung mit kräftigem Beifall belohnt wurde.

Für Schwung sorgten die Cowboys mit ihren Lassos, die sie vor, hinter und neben sich schwangen. „Bienchen, gib mir Honig“ - so lautete die lustige Nummer mit den Clowns, die das Publikum lauthals zum Lachen brachten. Atemberaubende Akrobatik folgte: Kinder bauten lebende Pyramiden. Höhepunkt für die Mädchen und Jungen: Rinaldo Thiel verhalf jedem Kind zum wortwörtlich großen Auftritt - er stemmte jeden einzeln in die Höhe. Die Jongleure ließen Teller kreisen, wirbelten Bälle durch die Luft und führten Kunststücke mit dem Diabolo vor.

Immer dabei: Thiels Tochter Kira. Die Dreijährige genoss es sichtlich, vor großem Publikum zeigen zu dürfen, was sie alles kann. Das war eine ganze Menge, ob auf dem Seil oder auf Papas Schultern stehend.

Voltigieren, Taubendressur und Hula-Hoop folgten. Und für ein fulminantes Finale sorgten Feuerspucker, Bauchtänzerinnen und Schwertkämpfer.

„Es war eine phantastische Woche, an der auch die Kinder der Koop-Klasse teilnahmen“, bilanzierte Bernstein-Janßen. Besonders freute sie sich darüber, dass ehemalige Schüler vorbeischauten. Begeistert wie die Kinder hatte sie die Aufführung der Familie Thiel am Mittwoch angesehen.

Begeistert war auch das Publikum. „Toll, was die Kinder alles können“, sprach eine Mutter aus, was viele Eltern dachten.

is

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