Flohmarkt, Streichelzoo, Tombola und Grünkohl

Großer Tag der offenen Tür im Waldheim Cluvenhagen

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Jürgen Knake präsentiert Kettensägekunst zum Kaufen am Eingang der Tagesförderstätte am Kuckucksweg (TaK).

Cluvenhagen - Am Sonntag, 19. November, ist „Tag der offenen Tür“ in der Stiftung Waldheim und in der Helene-Grulke-Schule – und das Programm ist so groß und bunt wie das Gelände weitläufig. Kein Wunder, dass die meisten der Besucher und Besucherinnen von Anfang bis Ende bleiben.

„Es dauert seine Zeit, wenn man wirklich alles sehen möchte“, sagt Heiner Stührmann, Fachbereichsleiter Wirtschaft. Er organisiert unter anderem die Tombola, die mit 1000 Gewinnen reißenden Absatz findet. „Im letzten Jahr waren die Lose bereits mittags ausverkauft.“

Mittags herrscht wahrlich „Highnoon“ in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Sobald die Kasse im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes um 11 Uhr öffnet, drängeln sich die Gäste um die Essensmarken für Grünkohl & Co.

Startschuss für Grünkohl

Denn am „Tag der offenen Tür“ fällt auch immer der Startschuss in die Grünkohlsaison der Stiftung Waldheim. Weil die Plätze im großen Speiseraum und im eigens umgebauten Wirtschaftsbereich nie ausreichen, bietet die Stiftung Waldheim seit einigen Jahren auch „Kohl-to-go“ an. Allerdings ist auch hier die Nachfrage größer als das Angebot.

„Wir kochen jedes Jahr rund 1200 Grünkohlportionen“, erklärt Stührmann. „Davon etwa 240 handlich verpackt als Kohl-to-Go-Portion. Um die Qualität nicht zu beeinträchtigen, möchten wir die Auflage trotz der Nachfrage nicht erhöhen.“

Die Besucher und Besucherinnen sollten also Zeit mitbringen, wenn sie tatsächlich alles einmal sehen möchten.

Die zu einem Rundgang aufgebauten Angebote gliedern sich in verschiedene Bereiche: Beginnend bei den ambulanten Angeboten für Menschen mit Unterstützungsbedarf kommt man automatisch zum Infostand der Beratungsstelle „ANdersSEHEN“. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Erkennung, Beratung und Begleitung die Lebensqualität von geistig behinderten Menschen mit Sehschädigung zu verbessern. Der Bedarf ist hoch, rund 70 Prozent der Menschen, die einen hohen Hilfebedarf haben, können schlecht bis sehr schlecht sehen.

Stiftung Waldheim informiert über Urlaubsfahrten

Gleich nebenan informieren die Wohnbereichsleiter der Stiftung Waldheim über die Urlaubsfahrten 2018. Zwischendurch kann man sich bei Glühwein, Kaffee oder Kaltgetränken mit warmen Waffeln versorgen.

Ein Besuch der Näherei lohnt sich nicht nur für Freunde der guten Handarbeit. Auch die Jüngsten kommen hier mit Mitmachaktionen auf ihre Kosten. Der Bereich der Tagesförderstätte im ersten Obergeschoss stellt sich auf viele kleine Besucher ein, die hier basteln und spielen können.

Am Verwaltungsgebäude vorbei, geht’s weiter zu den Kunsträumen. Hier werden groß- und kleinformatige Bilder in Öl oder Acryl zum Kauf angeboten. Wer möchte, kann sich sein Lieblingsbild zum kleinen Preis als Auftragsarbeit malen lassen. Der Kunstraum gehört zum breit angelegten Freizeitangebot, das die Stiftung Waldheim ihren Bewohnern und Bewohnerinnen bietet. Nebenan sind die Räume der Senioren-Tagesstätte. Hier können Adventsgestecke selbst gemacht und mit nach Hause genommen werden. Nicht weit entfernt kann man sich zum Thema „Unterstützte Kommunikation“ und „einfache Sprache“ informieren.

Dörte Biese-Schimann (re.) zeigt, wie die Wolle der stiftungseigenen Schafe zu Garn verarbeitet wird.

In der angrenzenden Helene-Grulke-Schule finden ein Flohmarkt und das Eltern-Café statt. Auch hier können Interessierte viel über die Arbeit der Förderschule für Geistige Entwicklung erfahren. In der Schul-Turnhalle werden die Tombola-Gewinne verteilt.

Von der Schule ist es nicht weit zum Tiergehege der Stiftung Waldheim. Hier leben Bolle, Willi und Otto, drei Shropshire-Schafe. Natürlich nicht allein, sondern in Gesellschaft der Ziegen Max und Moritz, von drei Hasen, fünf Hühnern sowie etlichen Wellen- und Nymphensittichen.

Bis zur Tagesförderstätte am Kuckucksweg (kurz: TaK) ist es ein kleiner Fußmarsch durchs angrenzende Wohngebiet. In dieser geht es vor allem vorweihnachtlich zu. Hier können Windlichter, Vogelhäuser und viel Handgearbeitetes erworben werden. Rund 15 externe Aussteller präsentieren Kunsthandwerk, Schmuck, Taschen, Strickwaren, Gestecke und Kränze - für jeden Geschmack etwas. Draußen vor der TaK zeigt Jürgen Knake, hauptberuflich Haustechniker in der Stiftung Waldheim, Kettensägekunst vom Feinsten.

Der Rundgang endet auf dem Stammgelände der Stiftung Waldheim. Im gemütlich dekorierten, zum „Tag der offenen Tür“ zweckentfremdeten, Fahrradschuppen können sich Interessierte bei Glühwein und Keksen über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Waldheim Gruppe informieren. Hier gibt es auch alles Wissenswerte über die Wohnkonzepte der Neubauten in Thedinghausen und zukünftig in Langwedel.

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