DRK freut sich über 141 Blutspender beim gut besuchten Termin im Rathaus

Der große Wunsch zu helfen

Mundschutz und ausreichend Abstand gehörten zu den Sicherheitsvorkehrungen beim gut besuchten Blutspendetermin in Langwedel. Fotos: Hustedt

Langwedel – Blutpräparate zur lebenswichtigen Versorgung von Kranken und Verletzten werden jeden Tag gebraucht – allein in Deutschland mehr als 15 000 an der Zahl, umgerechnet elf pro Minute. Das ist in Corona-Zeiten nicht anders als sonst. Die Beschaffung von Blutspenden allerdings ist während der Pandemie erschwert. Nicht alle regelmäßigen Spendetermine können wegen der Ein- und Beschränkungen wie geplant stattfinden, umso wichtiger ist in diesen Tagen jede einzelne Aktion wie die am Freitag im Langwedeler Rathaus – zumal die Haltbarkeitsdauer der Präparate sehr begrenzt ist.

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ist derzeit enorm. Das erlebte auch der DRK-Ortsverein Langwedel/Daverden, der die Blutspende im Rathaus organisierte. Der Termin war nach Angaben der DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Ruth Stumpe mit 141 Blutspenderinnen und -spendern sehr gut besucht. Beachtlich war auch die Geduld der vielen Spendenwilligen, die sich von langen Wartezeiten nicht abhalten ließen. Teilweise reichte die Schlange mit den gebotenen Abständen bis an den Brunnen an der Hauptstraße. DRK-Mitarbeiter versorgten die Wartenden mit Getränken.

Eine Blutspende ist ab dem Alter von 18 Jahren möglich. Im Langwedeler Rathaus zählte Ruth Stumpe diesmal 18 Erstspender. Ein Teilnehmer gab seine 25. Spende ab und erhielt eine kleine Brosche zum Jubiläum.

Um die Gefahr der Ansteckung mit Krankheitserregern zu minimieren, war das Desinfizieren der Hände gleich am Eingang Pflicht. Beim Betreten der Lokalität wurde die Körpertemperatur jedes Blutspenders gemessen, um eine fiebrige Erkrankung auszuschließen, und es wurde auf den sicheren Abstand zwischen den einzelnen Spendern geachtet. Menschen mit Erkältungssymptomen und Personen, die in den vergangenen zwei Wochen mit in Quarantäne befindlichen Personen Kontakt hatten, wurden nicht zur Blutspende zugelassen.

Sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des professionellen Entnahmeteams vom DRK-Blutspendedienst und die Ehrenamtlichen vom DRK-Ortsverein als auch die Blutspender trugen Mund- und Nasenschutz. Ein größerer Abstand zwischen den Spenderliegen als sonst üblich war ebenfalls sichergestellt. Außerdem trug ein reduziertes Imbissangebot nach der Blutspende dazu bei, dass sich niemand länger als unbedingt nötig im Spendelokal aufhielt.

Dank und Anerkennung waren den Spenderinnen und Spendern dennoch gewiss: „Blutspender sind Lebensretter, denn mit einer einzigen Spende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden“, informierte das DRK, das derzeit nach eigenen Angaben vor der schweren Aufgabe steht, „einen hohen Klinikbedarf mit einem reduzierten Spendenangebot sicherstellen zu müssen“.

Die Langwedeler DRK-Vorsitzende Ruth Stumpe machte schon mal auf den nächsten Blutspendetermin im Ort aufmerksam: Am Freitag, 25. September, soll in der neuen Oberschule eine Blutspendeaktion stattfinden.  hu

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