Groß und Klein unterstützen mit BI „No Fracking“ Aktion zur Klimakonferenz

Mit Fackeln und Zeichen des Protests in Staffel eingereiht

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Standen für den Staffellauf in den Startlöchern: (von links) Lokalmatador Stefan Wiesner, Rainer Könemann und Andreas Schrock.

Völkersen - Es war empfindlich kalt, als der Staffellauf anlässlich der am 30. November in Paris beginnenden Welt-Klimakonferenz durch den Flecken Langwedel führte. Auf Einladung der Bürgerinitiative (BI) „No Fracking“ aus Völkersen harrten am Montagabend Groß und Klein an der Rotenburger Straße/Ecke Düvelshagen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt aus. Die überschaubare Gruppe wartete auf die Läufer, die in Rotenburg gestartet waren und in Völkersen abgelöst werden sollten.

Fackeln flackerten in der Dunkelheit, Erwachsene trugen rote Xe mit den Schriftzügen „Kein Verpressen“ und „No Fracking“ vor sich her, daneben standen Kinder mit übergezogenen auffälligen weißen T-Shirts mit aufgedrucktem rotem Dreieck und dem Slogan „Kein Gift in unsere Erde“. Denn auch die U10-Jugendmannschaft des FSV Langwedel-Völkersen hatte sich in den Protest gegen die Mensch und Umwelt beeinträchtigenden Folgen der Erdgasförderung eingereiht. Um sich zwischenzeitlich etwas aufzuwärmen, griffen Umstehende gerne zum von der BI angebotenen Glühwein. Aber dann hatte das Frösteln ein Ende.

Mit leichter Verspätung trafen die drei Läufer aus Rotenburg am vereinbarten Übergabepunkt ein und ein anderes Trio löste sie ab. Ausgerüstet mit reflektierenden Warnwesten und Stirnlampen, gingen Stefan Wiesner aus Völkersen, Andreas Schrock (Bremen) und Rainer Könemann (Ritterhude), die nach eigenen Angaben allesamt bei der Bremer Firma „Hansewasser“ arbeiten und sich zum Teil ehrenamtlich bei Greenpeace engagieren, an den Start. Die Männer im Alter von 48 bis 56 Jahren trugen das Staffelholz an dem Abend rund elf Kilometer bis nach Grasdorf weiter. Eine weitere Etappe auf dem langen Weg nach Paris.

Wie berichtet, hat die schwedische Gruppe „Rik-steatern“ einen Staffellauf von Kiruna in Nordschweden über 4500 Kilometer in etwa 20 Tagen bis zur französischen Hauptstadt als „Run for your life“ initiert. Auf Anfrage von Greenpeace Bremen, das die Aktion für die heimische Region federführend organisierte, hatten sich Andreas Noltemeyer und Thomas Vogel, Sprecher der BI aus Völkersen, sogleich bereit erklärt, das Unterfangen ein Stück weit zu unterstützen.

Schnell waren auch die jungen Fußballer dafür Feuer und Flamme. Die Mannschaft bildete den leuchtenden Kern des Trosses, der mit Wiesner und Co. als Zugpferden bis zur Ortsgrenze in Richtung Posthausen marschierte.

Von Kiruna bis Paris haben übrigens laut Michael Riechers von Greenpeace Bremen „die insgesamt weit mehr als 1 000 Läufer“ ein Begleitfahrzeug an ihrer Seite. Das bietet nicht nur Verpflegung und Hilfe bei einem etwaigen Notfall, sondern macht auch über die Werbeaufschriften am Wagen hinaus auf die Aktion aufmerksam. „Mit einer Kamera wird der Staffellauf per Live-Stream ins Internet übertragen“, berichtete Riechers. Wer das Geschehen aktuell verfolgen will, sollte an seinem Gerät folgende Online-Adresse eingeben: www.runforyourlife.nu.

mm

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