Hochrangige Gäste eröffnen letzten Bauabschnitt für Schallschutz entlang der Gleise

„Grillen im Garten wird auch ohne Bahnlärm möglich sein“

Für die Fertigstellung des letzten Bauabschnitts in Langwedel ziehen alle an einem Strang: (von links) Ulrich Bischoping, Enak Ferlemann, Andreas Mattfeldt, Herbert Behrens, Christina Jantz-Herrmann, Peter Bohlmann, Andreas Brandt und Adrian Mohr. - Foto: Hustedt

Langwedel - Lärm sei nicht nur ein Ärgernis, sondern mache auch krank. Das sagte Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Länder Bremen und Niedersachsen, gestern unweit des Langwedeler Bahnhofs. Dort wurde der zweite Bauabschnitt der Lärmsanierung entlang des Gleisstrangs im Bereich Langwedel/Daverden eingeweiht.

Im Rahmen des Programms Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen errichtet die Deutsche Bahn dort auf jeder Seite Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 3473 Metern und einer Höhe von drei Metern. Der Bund investiert dafür rund 5,5 Millionen Euro. Darüber hinaus werden nach Angaben der DB „in etwa 229 Wohneinheiten“ passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern. Hierfür stellt der Bund rund 100 000 Euro zur Verfügung.

Zu der kleinen Feierstunde begrüßte Bischoping den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, die Bundestagsabgeordneten Christina Jantz-Herrmann (SPD), Andreas Mattfeldt (CDU) und Herbert Behrens (Linke), den CDU-Landtagsabgeordneten Adrian Mohr, Landrat Peter Bohlmann, Bürgermeister Andreas Brandt, Langwedels Ortsbürgermeister Marco Behrmann, Daverdens Ortsbürgermeisterin Silke Brünn und weitere Ratsmitglieder. Vor allem Güterzüge belästigten nachts die Anwohner, sagte der „Bahner“. Seit 1999 stelle der Bund Geld für die Lärmminderung bereit, jährlich 150 Millionen Euro – bei einem Streckennetz von 33 400 Kilometern. Bis 2020 sollen die Baumaßnahmen beendet und die Dezibelzahl, der Gradmesser für Lärm, halbiert sein. Seit November 2016 wird daran in Langwedel gearbeitet.

Auch hinten liegenden Häuser und Wohnungen profitierten

„Die Schallschutzwände entlasten viele Wohneinheiten entlang der Eisenbahnstrecke“, sagte Bischoping. Auch die weiter hinten liegenden Häuser und Wohnungen profitierten von der Wirkung der drei Meter hohen Wände aus hochabsorbierenden Leichtmetallelementen.

„Das Grillen im Garten wird jetzt auch in Langwedel ohne Bahnlärm möglich sein“, merkte Staatssekretär Ferlemann an, der auch von einer Wertsteigerung der Grundstücke sprach. Der Gast aus Berlin versicherte, dass im Rahmen des „Dialogforums“ zwischen Bahn und Bürgern zum Ausbau der Bestandsstrecken zwischen Bremen, Hamburg und Hannover diese ebenfalls in das Lärmschutzprogramm aufgenommen würden.

Langwedels Bürgermeister Brandt lobte die partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Bauausführung und stellte fest: „Der verbesserte Schallschutz bedeutet künftig mehr Lebensqualität für viele Bürgerinnen und Bürger in Langwedel.“

Nach den Reden zogen sich die „Offiziellen“ Warnwesten über, um zur Fertigstellung des letzten Wandabschnitts symbolisch ein Gründungsrohr einzubringen. Dieser Kraftakt war den Offiziellen anzumerken. 

hu

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