Jugendtreff Langwedel feiert Einweihungsparty mit Livemusik, Spielen und Leckereien

Graffiti sprühen ist die große Attraktion

Kunstpädagoge Johannes Graf leitete die Kinder beim professionellen Graffiti an. - Fotos: Sommerfeld

Langwedel - „Es ist das erste Mal, dass wir den Garten nutzen“, sagte Regina Bade. Am Freitagnachmittag war eine gute Gelegenheit dazu, den Garten zu „erobern“: Im Jugendtreff Langwedel stieg die Einweihungsparty. Gemeinsam mit ihren Kollegen hatte die Mitarbeiterin Livemusik, Spiele, Speisen, Getränke und alles, was das Kinderherz begehrte, organisiert.

Keine Frage: Graffiti sprühen war die Attraktion. „Wann geht es los?“, fragte ein Junge von Zeit zu Zeit. Dann endlich nickte Leiterin Evelyn Wübbens, und das Fest begann. Ohne Reden und andere langweilige Aktionen, die die Kinder sowieso nicht interessierten. Sie wollten endlich Graffiti sprühen. Reden wären ohnehin nicht zu verstehen gewesen, denn Livemusiker Johannes Renken haute in die Saiten und unterhielt mit Rock-, Pop- und Folksongs.

Die kühle Bowle schmeckte den jungen Gästen sichtlich.

Kunstpädagoge Johannes Graf hatte alles für den Graffiti-Schnupperkurs vorbereitet und in weiser Voraussicht den Bundesfreiwilligendienstler („Bufdi“) Chris Kapp mitgebracht. So war der Andrang besser zu bewältigen. Die beiden legten Wert auf Schutzkleidung: Erst banden sich die kleinen Künstler eine Schürze um, streiften Handschuhe über und legten die Schutzmaske an. Dann bekamen sie eine Schallplatte in die Hand gedrückt, die sie auf den Teller spießten. Spraydose gegriffen und los ging’s. Während Graf und Kapp die Teller drehten, zauberten die Jungen aus schwarzen Platten farbenfrohe Kunstwerke. Als i-Tüpfelchen tröpfelten sie zum Abschluss Farbe auf die Grundierung. Und staunten: Die Farbe driftete nach außen, so dass Strahlen entstanden. „Das macht die Fliehkraft“, erklärte Kapp. Graf ergänzte: „Jedes Werk ist individuell.“ Die Platten hatte Graf übrigens auf Flohmärkten gekauft. Meist waren es Schlagerplatten, die als Grundlage für die Kunstwerke dienten. „Die Musik hört keiner mehr, und so werden die Platten wertgeschätzt“, meinte der Kunstpädagoge.

„Diese Aktion ist der Auftakt zu unserem Graffiti-Projekt, das wir an einem Freitag im Monat anbieten wollen“, sagte Regina Bade.

Wer sich nicht künstlerisch betätigte, griff einen Zipfel des Schwungtuchs, und bald ließen Kinder und Erwachsene einen Ball auf dem Tuch tanzen. Aber auch die Kleinen durften sich mal in die Mitte setzen und kühle Luft um die Ohren wehen lassen.

Derweil ließen sich Mädchen ihre Arme mit kleinen Tattoos verzieren. Bei Geschicklichkeitsspielen gewannen die Kinder Preise. Andere spielten am Kicker oder plauderten. Kurzum: Es waren entspannte Stunden.

Die Cocktailbar war das Reich von Heike Jehde – sie mixte aus Fruchtsäften und Mineralwasser erfrischende und farbige Getränke. Wer großen Durst hatte, zapfte sich schnell eine fruchtige Bowle. Nebenan war ein Buffet aufgebaut. Gut 40 Gäste feierten – Kinder und Jugendliche, Eltern, Flüchtlinge und einige, die sonst nicht in den Jugendtreff gehen. „Wir sind zufrieden“, strahlte Leiterin Evelyn Wübbens.

is

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