Oberschule am Goldbach entlässt die letzten Haupt- und Realschüler ihrer Geschichte und erlebt einen Tag der vielen Abschiede

„Das ging alles schon irgendwie schnell...“

Acht Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Goldbach wurden in diesem Jahr besonders belobigt – absolut auch zur Freude von Schulleiter Rolf Barteils und ihrer Klassenlehrinnen und Lehrer.

Langwedel - Mehr Abschied geht bald kaum. Klar, in jedem Frühsommer wird aus der Langwedeler Oberschule am Goldbach ein Jahrgang mit Schulabgängern entlassen. Gestern waren es zum letzten Mal Haupt- und Realschüler. Seit gestern hat die Schule nur noch Oberschüler. Gleich mehrere Lehrkräfte, mehrere Musikerinnen der Schulband Gold Creek gehen. Und dann werden auch noch die Häuser C und D der Schule abgerissen. „Das hat aber nichts mit euch zu tun“, versicherte Schulleiter Rolf Bartels den Abgängern.

Stimmt. Abgerissen wird, weil Langwedel eine neue Oberschule baut. Damit man den ambitionieren Zeitrahmen dafür auch wirklich einhalten kann, wird nicht lange gefackelt und die Abrissbaustelle nicht erst mit dem Beginn der Sommerferien eingerichtet, sondern schon gleich Anfang der kommenden Woche, verriet Bürgermeister Andreas Brandt in seinem Grußwort nebst Glückwünschen an die Schulabgänger.

Zur Feier gekommen waren natürlich auch weitere Vertreter der örtlichen Politik, aus der Wirtschaft, von den Kirchen, der Polizei und etliche ehemalige Lehrer. Aber nicht von allen gab es eine Rede. Von der Schulelternratsvorsitzenden Heike Stumpe schon. Sie empfahl den jungen Leuten auf ihrem Lebensweg nicht nur wie auf der Autobahn geradeaus auf ein Ziel zuzurasen, sondern unbedingt auch mal Feld- und Waldwege zu nutzen, selbst wenn man dabei Irrwege in Kauf nehmen muss.

Was sinngemäß auch Schulleiter Rolf Bartels fand, der sich an den Vergleich von Schulzeit und Märchen wagte. In Märchen begehen Heldinnen und Helden auch Fehler. Aus denen man lernen kann. Wobei Mensch sich nun wirklich nicht zu intensiv auf Fehler und Schwächen konzentrieren sollte. „Schaut bitte auf die Stärken.“ Die hatte der Langwedeler Entlassjahrgang 2016 nun übrigens in seinen schulischen Leistungen reichlich: zehn Hauptschulabschlüsse, vier Sekundar I-Abschlüsse, 44 Realschulabschlüsse, 35 erweitere Realschulabschlüsse. Einen davon schaffte Jonathan-Matt Meyer in der 10. Klasse der Hauptschule.

Mahir Miwan Sekeryemez stellte als Schülersprecher in Sachen Schulzeit fest: „Das ging alles schon irgendwie schnell. Eh man sich's versieht, steht man vor vielen Leuten, die deinen Abschluss feiern.“ Ist was dran.

Für wirklich besonders überdurchschnittliche Leistungen wurden dann noch belobigt: Jonathan-Matt Meyer, Dominik Kellenberg, Isabell Hammernik, Jonathan Rademacher und Luisa Ehrenberg. Für vorbildliches Sozialverhalten gingen die Belobigungen an Fabien Buchholz, Emily Ann Aves und Mahir Sekeryemez. J jw

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