Gefahr einer Staubexplosion

Getreidesilo in Holtebüttel droht umzustürzen

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Zunächst wurde der Getreidesilo noch mit Flatterband abgesperrt. Nach dem Urteil „akute Einsturzgefahr“ wurde der Bereich weiträumig auch mit mobilen Zaunelemten der DEA gesichert.

Holtebüttel - Fällt er? Oder fällt er nicht? In Holtebüttel drohte am Donnerstagabend ein Getreidesilo an den ehemaligen Raiffeisengebäuden an der Holtebütteler Landstraße umzustürzen.

Ein Anwohner hatte bemerkt, dass der runde Siloturm fast in der Mittel eingeknickt war und aus einer Bruchstelle Getreide austrat. Der Eigentümer aus Daverden wurde informiert, die Feuerwehr alarmiert.

Vor Ort sperrten die Rettungskräfte das Gelände ab, ein Baustatiker wurde sofort hinzugezogen. Der Statiker befand: Der Silo ist akut einsturzgefährdet. Sollte der Silo wegknicken und umstürzen, bestand zudem die Gefahr einer Staubexplosion.

Folglich wurde die Absperrung des Geländes noch weiter ausgedehnt. Hierfür bekam die Feuerwehr Hilfe aus der Nachbarschaft: Die DEA stellte mobile Zaunelemente zur Verfügung.

Nachdem anfangs die Holtebütteler Landstraße zunächst nur halbseitig gesperrt war, wurde nach dem Urteil des Statikers die Kreisstraße komplett gesperrt und eine Umleitung Richtung Ottersberg über Förth, Langwedel und Dahlbrügge eingerichtet.

Die Feuerwehr bat die direkten Anwohner, Fenster und Türen möglichst geschlossen zu halten. Auch sollte kein Ofen- oder Kaminfeuer angemacht werden – durch die eventuell Funkenflug hätte entstehen können.

Am Donnerstagabend gegen 18 Uhr waren geschätzte 150 von insgesamt 600 Tonnen Getreide unkontrolliert aus dem Silo geströmt.

Man werde noch für einige Stunden die Absperrung des Geländes übernehmen, so Holtebüttels stellvertretender Ortsbrandmeister Meiko Lindhorst am Abend. Solange, bis kein Getreide mehr austrete, die obere Teil des Silos quasi leer sei.

Für den Fall einer Staubexplosion standen Mensch und Material für sofortige Löscharbeiten parat. 

jw

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