„Bitte unbedingt melden“

Gemeinde Langwedel sucht händeringend zentrales Grundstück für neue Schwerpunktfeuerwehr

Rein optisch steht das Feuerwehrhaus Langwedel gut da, ist für moderne aktuelle Anforderung aber jetzt schon zu klein und für die Unterbringung einer Schwerpunktfeuerwehr Langwedel/Daverden erst recht nicht groß genug.
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Rein optisch steht das Feuerwehrhaus Langwedel gut da, ist für moderne aktuelle Anforderung aber jetzt schon zu klein und für die Unterbringung einer Schwerpunktfeuerwehr Langwedel/Daverden erst recht nicht groß genug.

Langwedel – Der Appell von Bürgermeister Andreas Brandt vor dem Feuerschutzausschuss am Montagabend in der Goldbachhalle hatte schon etwas Flehentliches. „Wer ein Grundstück hat oder weiß, 5 000 bis 6 000 Quadratmeter, möge sich unbedingt melden.“ Ob bei der Verwaltung, der Feuerwehr oder bei jemandem aus der Lokalpolitik – es ist alles recht. Der Feuerwehrbedarfsplan ist nach jahrelanger Arbeit endlich fertig geworden und empfiehlt nachdrücklich, wie berichtet, unter anderem die Einrichtung  einer Schwerpunktfeuerwehr aus den heutigen selbstständigen Wehren Daverden und Langwedel in zentraler Lage an der Landesstraße.

Da haben sie im Rathaus auf die Ortspläne geguckt – und bei den entsprechenden Grundeigentümern angeklopft. Resultat bislang: „Die wenigen möglichen Flächen stehen zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Verfügung. Wir können nichts machen“, so Brandt.

„Wir haben bereits diverse Ankaufsgespräche im Raum Langwedel-Daverden geführt“, erklärte der Bürgermeister. „Wir suchen den Standort für die nächsten 100 Jahre. Wir haben leider selbst nicht die geeigneten Flächen.“

„Wir drehen uns da im Kreis“, meinte Andreas Noltemeyer (WGL) und fragte, ob es nicht sinnvoller sei, sich nach anderen Standorten umzusehen, um mehr Möglichkeiten zu haben. Lars Lorenzen (CDU) schlug in dieselbe Kerbe. Man müsse jetzt mit alternativen Planungen beginnen. „Sonst haben wir keine Feuerwehr für 100 Jahre, sondern in 100 Jahren noch keine Feuerwehr.“ Man brauche einen Plan B, um handlungsfähig zu bleiben.

Ein neuer Plan B sei auch fachlich komplett neu zu beurteilen, gab Gemeindebrandmeister Meiko Lindhorst zu bedenken. Andreas Brandt verwies auf die Bedeutung einer Schwerpunktfeuerwehr Langwedel/Daverden, deren zukünftige Lage die Planer so empfohlen hatten, damit die Rettungskräfte bei einer Alarmierung möglichst schnell bei ihren Fahrzeugen und in der Folge schnell am Einsatzort sind. Im Ernstfall, bei der Menschenrettung zähle jede Minute. „Wir sollten das nicht leichtfertig über Kopf werfen“, so der Bürgermeister.

Zukunftsweisend sind auch die Planungen für einen neuen Standort einer zusammengelegten Feuerwehr Völkersen/Holtebüttel.

Auch hier gibt es noch nichts Konkretes zu vermelden. Aber sobald es irgendwo eine Möglichkeit geben, etwas zu etablieren, sollte man loslegen, waren sich Bürgermeister und Gemeindebrandmeister einig.

Darin war auch der Feuerschutzausschuss einer Meinung und stimmte zu, in den Gemeindehaushalt des Jahres 2022 500 000 Euro für den Ankauf eines Grundstücks im Raum Daverden/Langwedel, 50 000 Euro für einen Vorvertrag zum Kauf eines Grundstücks im Raum Holtebüttel/Völkersen und 250 000 Euro als Verpflichtungsermächtigung für den Haushalt 2023 aufzunehmen. „Es gibt aktuell noch keine Absprachen oder gar Vorverträge“, stellte Andreas Brandt noch einmal klar.

Die Summen seien auch erst einmal nur ganz grob kalkuliert, damit man zur Sicherheit Geld im Haushalt hat – und bei sich bietender Gelegenheit sofort aktiv werden kann, wenn sich eine Gelegenheit bietet.

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