Satiriker, Liedermacher und Kabarettist Hans Scheibner kommt nach Langwedel

Gegen die Weihnachtsgefühlsduselei

80 Jahre jung und immer noch unterwegs: Hans Scheibner. Foto: PS

Langwedel – Wenn das man keine gute Nachricht ist: Hans Scheibner kommt nach Langwedel und bringt eine neue Oma-Geschichte mit. Für Mittwoch, 4. Dezember, verspricht sich der veranstaltende Langwedeler Kulturverein „Kabarett und Satire vom Feinsten“.

Hans Scheibner, Satiriker, Liedermacher und Kabarettist hat just die 80 Lenze überschritten – und ist mit seinen Programmen immer noch in der Republik unterwegs. In Langwedel geht es passend zur Saison um den fröhlichen Weihnachtswahnsinn. Und zwar „in seiner unvergleichlichen Interpretation: fesselnd und zu Herzen gehend“, heißt es in der Ankündigung für „Oma gibt nicht auf - Geschichten und Lieder zum fröhlichen Weihnachtswahnsinn“.

Wir erinnern uns: 1986 erschien Scheibners Taschenbuch „Der Weihnachtmann in Nöten“. Es enthielt eine Geschichte mit dem Titel „Wer nimmt Oma?“. Bei dieser ersten Geschichte blieb es nicht, daraus entstand auch ein Weihnachtsprogramm mit Liedern, Sketchen und Szenen, das Scheibner einen ganz großen Bühnenerfolg brachte. Nachdem man nun festgestellt hat, wer Oma nimmt, beziehungsweise, wer sie nicht nimmt, wendet sich Scheibner endlich den wirklich wichtigen Weihnachtsfragen zu und erzählt eine neue Oma-Geschichte.

Aber nicht einfach nur so. Laut eigener Aussage tritt Hans Scheibner als Irrenarzt mit satirischen Weihnachtsgeschichten zur Heilung seiner Zuschauer und Hörer von ihrer Weihnachtsgefühlsduselei an.

„Das Fröhliche an Weihnachten ist ja gerade die plötzlich für drei Tage auftretende Friedensliebe unter den Menschen. Waffenstillstand bis Neujahr. Danach geht’s dann wieder weiter mit dem Kriegsgeschrei. In den Familien herrscht plötzlich Eintracht und Respekt voreinander – obwohl die Schwiegermutter der Ansicht ist, die Tochter könnte auch gern mal wieder die Gardinen waschen. Und mit Tränen in den Augen erinnert man sich, wie gut es uns doch ging, als es uns noch so richtig schlecht ging. Man brauchte nicht auf die Kalorien zu achten, weil man sowieso keine bekam.

Und Oma erzählt, wie sie damals zu Weihnachten einen Kartoffelsalat auf den Tisch brachte, der garantiert nicht glutenfrei war – und trotzdem ist keiner daran gestorben. Ja, schöner die Glocken nie klangen als in der Kohlenklau-Zeit! Das alles im Unterschied zu heute – wo wir wie immer unser schrecklich gemütliches Weihnachten feiern“, verkündet der Pressetext zu dem Abend, der am 4. Dezember ab 20 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr) im Bürgersaal des Langwedeler Rathauses (Große Straße 1) zu erleben ist.

Der Eintritt kostet an der Abendkasse 22 Euro. Ab sofort gibt es aber auch Karten zum Preis von 20 Euro im Vorverkauf in der Buchhandlung Vera Rohrberg in Langwedel (Große Straße 38).  jpw

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