Fünf junge Flüchtlinge aus Afrika in Cluvenhagen freundlich aufgenommen

Sogar mit Pastor Ernte erlebt

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Fünf meist gut gelaunte Gäste unter einem Dach in Cluvenhagen – hier zusammen mit Ortsbürgermeisterin Irmtraut Kutscher und Heinz Lepszy, der sich zusammen mit Ehefrau Christa und Liane Steinke ehrenamtlich um die Flüchtlinge kümmert, wenn es zum Beispiel um Einkaufen, Behördengänge oder Arztbesuche geht. Laue

Cluvenhagen - Sie heißen Muhammed, Noel, Ibrahima, Issouf und Saidou, sind allesamt junge Männer unter 30 Jahren – einer ist erst 19 – und haben vor gut einem Monat in Cluvenhagen eine neue Heimat gefunden.

Der Jüngste kommt aus Guinea-Bissau, die übrigen stammen von der Elfenbeinküste, wo ein bürgerkriegsähnlicher Kampf um die Macht im Staate tobt.

Die Etelser Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher (SPD) erfuhr kurzfristig telefonisch durch die zuständige Landkreis-Behörde in Verden von den eingetroffenen Flüchtlingen aus Afrika, die im Bereich Etelsen eine Unterkunft brauchten. Dafür fand sich ein von der Gemeinde angemietetes privates Wohnhaus.

Die jungen Männer arbeiteten in ihrer Heimat als Gärtner, Kfz-Mechaniker, Chauffeur oder Schneider, wie sie jetzt beim Ortstermin mit der Presse berichteten. Dass einige in Booten flüchteten und einer in Italien an Land ging, war zu erfahren. Ansonsten möchten die Fünf über Lebensumstände in ihrer Heimat und zum Teil schreckliche persönliche Erlebnisse lieber nicht sprechen.

Natürlich würden sie gern in Deutschland bleiben und hier feste Jobs finden, doch vorläufig dürfen sie noch nicht arbeiten.

Ehrenamtlich kümmern sich das Ehepaar Heinz und Christa Lepszy sowie Liane Steinke um die fünf Neu-Einwohner, wenn es um Behörden- und Arzttermine, um Einkaufen oder wichtige Tipps zur hiesigen Lebensweise gibt. Die jungen Männer zeigen sich von der freundlichen Aufnahme spürbar angetan, und es hat sich ein herzlich-freundliches Verhältnis entwickelt.

Das Begrüßungs-Café wurde schon besucht, es gibt Deutschunterricht, und auch Fahrradfahren wird kräftig geübt. Pastor Beckmann nahm die Afrikaner muslimischen Glaubens sogar schon mit zur Kornernte, was unvergessliche Eindrücke hinterließ.

Gern bereiten die Fünf Speisen in der Küche zu. Huhn mit Reis oder Kartoffeln, Omelette, andere Gerichte mit Eiern, Tomaten und frische Früchte zählen zu den Favoriten. Fernseher und Radio stehen ebenfalls zur Verfügung.

Mit Nachbarn in dem gepflegten Wohngebiet gebe es bis auf eine Ausnahme kurz nach Eintreffen der Flüchtlinge keine Konflikte, berichtet die Ortsbürgermeisterin, Irmtraud Kutscher schaut regelmäßig bei den fünf Männern vorbei und sieht dann auch nach, ob das Haus in Schuss gehalten wird. Da hatte sie jetzt wenig zu bemängeln. Putz- und Küchendienst funktionieren offenbar gut, und auch sonst gibt es beim Zusammenleben offenbar keine größeren Reibereien.

Ob die Fünf wirklich für länger bleiben dürfen, steht auf einem anderen Blatt. Die Elfenbeinküste ist jedenfalls nicht als besonderes Kriegs- oder Notstands-Gebiet eingestuft.

la

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