Außer Luther kein anderer Martin

Fröhlicher Kinderkirchentag in Etelsen im Zeichen des Reformators

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15 Workshops rund um die Etelser Kirche gab es beim Kinderkirchentag.

Etelsen - 40 Familien und so um die 100 Teilnehmern bewiesen, dass der Kinderkirchentag in Etelsen ein toller Erfolg wurde. Im Reformationsjahr ging es natürlich um das Thema Martin Luther. Aus sämtlichen Kirchengemeinden des Landkreises waren die Teilnehmer nach Etelsen gekommen. Selbst ein Kind aus Bayern wollte sich diesen Tag nicht entgehen lassen.

Die Beauftragte für den Kindergottesdienst, Pastorin Cathrin Schley aus Thedinghausen, und der Regions-Diakon Andreas Bergmann begrüßten die Gäste in der Kirche „Zum Guten Hirten“. Auf der Bühne hatte die Band „Nervous Finger“ Stellung bezogen.

Martin als Vorname heute nicht mehr beliebt?

Der Kinderkirchentag begann musikalisch, alle Teilnehmer wurden mit einbezogen. Das erste gemeinsam gesungene Lied lautete denn auch „Einfach spitze, dass Du da bist“.

Damit alle Teilnehmer auch so richtig wach wurden, sorgte Jonathan mit einem kleinen Aufwärm-Spiel dafür, dass Hände und Beine, aber auch der Kopf kräftig bewegt wurden. Dann hieß es mit der Band: „Hallo, wenn wir uns treffen, werden wir froh.“

Diese Fröhlichkeit kam auch rüber, als Cathrin Schley auf das Thema des Tages zu sprechen kam: den Reformator Martin Luther. Schley fragte die Kinder, wer von ihnen denn Martin heißt – niemand. Der Name ist wohl ein bisschen aus der Mode.

Bekannt war natürlich, dass Martin Luther die Bibel ins Deutsche übersetzte. Der jungen Luther soll bei einem kräftigen Gewitter Gott um Schutz angerufen und versprochen haben, Mönch zu werden, wenn er dieses Unwetter lebend übersteht. Seine Mutter habe ihm gesagt, dass man nur richtig fromm werden kann, wenn man in ein Kloster geht. Mit einem „Dalli-Klick“ beleuchtete Andreas Bergmann einige Stationen aus dem Leben von Martin Luther.

15 Workshops schließen an einstündigen Tagesbeginn an

In Spielszenen wurde das Leben Luthers weiter erzählt und erklärt: Das Leben im Kloster, Martin Luthers Wunsch: „Ich will es Gott Recht machen.“ So ist er in und mit seiner winzig kleinen Zelle zufrieden.

Dann erlebte man Martin Luther auf einem Markt, beim Einkaufen. Martin findet alles ausgesprochen spannend. Ein Stand erregt sein besonderes Interesse. Hier steht Johann Tetzel und predigt den Menschen, gegen eine Zahlung von fünf Goldtalern würden ihnen alle Sünden vergeben.

Dieser Ablasshandel erbost Martin Luther derartig, dass er beginnt, sich gegen diese Praxis der Kirche aufzulehnen – und schließlich seine berühmten Thesen an der Schlosskirche in Wittenberg anschlägt.

Mit dem gemeinsamen Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“ endete der einstündige Einstieg in den Tag.

Dann ging es hinaus in das wunderbare sommerliche Wetter. 15 Workshops wurden draußen angeboten, sodass die Kinder sich schon entscheiden mussten, wo denn ihr Interesse lag.

Mittelalterliche Spiele geben Blick in frühere Zeiten

Es wurden Taschen mit Lutherrosen hergestellt, auch das Schreiben mit der Gänsefeder auf Pergament, wie es Martin Luther tat, wurde geübt. An einem anderen Stand wurden Windlichter mit der Lutherrose gebastelt, es gab mittelalterliche Sportspiele und mittelalterliche Kostüme. Auch eine Wohlfühlstation unter dem Motto „Du bist angekommen“ war dabei. Kreuze aus Holz konnten gebastelt oder mit Spiegelfliesen gestaltet werden.

Schwieriger war es, einen Siegelring herzustellen. „Ein Stück Himmel zum Mitnehmen“ gab es auch. Der „Himmel“ bestand aus süßer Zuckerwatte. Schließlich konnte auch Stockbrot gebacken werden.

Nach drei Stunden ging der Kinderkirchentag in der Kirche musikalisch und mit dem Segen durch Pastorin Cathrin Schley zu Ende. 

hu

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