Frieda und Frido haben Horst in Etelsen angenommen / Brutgeschäft im Gange

Zwei Neubürger sind die Attraktion auf dem Berkels

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Ein Storch steht mit seinen roten Beinen auf dem Nest, während der zweite sich unsichtbar dem Brutgeschäft widmet.

Etelsen - Von Wilhelm Ostmann. Frieda und Frido sind zwei besondere Neubürger auf dem Berkels in Etelsen. Sie haben ihre Behausung in luftiger Höhe bezogen. Die beiden Störche sind die ersten, die sich in dieser doch so attraktiven Wohngegend auf dem Berkels dauerhaft angesiedelt haben.

„Wir haben den Horst vor etwa acht Jahren angelegt“, berichtet Siegfried Aldag, „alles selbst gemacht.“ Er hat einen etwa zwölf Meter langen Baumstamm bearbeitet, der mithilfe eines Kranwagens, den Hilmar Struckmann zur Verfügung gestellt hatte, aufgerichtet. wurde. Anton Hermeyer hatte die Maschinerie bedient. „Der Mast stand innerhalb von nur einer halben Stunde“, so Siegfried, der für die Basis des Nestes ein altes Ackerwagenrad nutzte. Ein Kranz aus Maschendraht sollte das Nistmaterial am Ort halten. „Wir hatten welches bereitgelegt und mit Heu ein weiches Bett geschaffen“, wirft Helga Aldag ein. Doch mit der Zeit flog es in alle Himmelsrichtungen davon. Deshalb sehe es heute eigentlich etwas ramponiert aus.

Doch die Störche hätten gleich nach ihrer Ankunft, die mit großer Begeisterung im Stubbenweg aufgenommen wurde, mit dem Ausbau begonnen. Ihre Renovierungstätigkeit sei allerdings durch ihre Liebe unterbrochen worden, der sich die Vögel mit großer Leidenschaft hingegeben hätten.

Die Eier ließen nicht lange auf sich warten. Nun wurde das Brutgeschäft aufgenommen. Deshalb ist jetzt immer nur einer der Störche stehend auf dem Horst zu sehen; der andere hat sich auf die Eier niedergelassen, damit sie sich nicht verkühlen. Die Störchin dreht sie auch hin und wieder um, damit sie gleichmäßig ihre Wärme bekommen. „Wie in einer Brutmaschine“, meint Siegfried Aldag, der auch selbst seine Hühner mit einer solchen Apparatur züchtet.

Im Wechsel sind die beiden immer auf Futtersuche unterwegs und teilen sich ihre Jagdbeute. So kommt keiner zu kurz.

Wie Helga Aldag weiter berichtet, hatte sie in den zurückliegenden Jahren nur einmal einen Storch gesehen, der den damals noch neuen Horst eingehend in Augenschein genommen hatte, nach der Inspektion aber auf Nimmerwiedersehen davon gesegelt sei.

In diesem Frühjahr scheint die Wohnung hoch oben aber große Anziehungskraft auf die Störche ausgeübt haben. Erst stand ein Storch darauf, flog aber nach kurzer Visite wieder davon. Dann nahmen Frieda und Frido die Wohnung in Besitz. Es dauerte aber nicht lange, da tauchte ein Nebenbuhler auf. Es kam zum Duell. Mit allem, mit dem die Natur sie zu ihrer Verteidigung ausgestattet hatte, gingen sie aufeinander los. Frido verließ als stolzer Sieger die Walstatt. Die Dame seines Herzens belohnte ihn mit großem Geklapper und ebenso großer Hingabe.

Das Geschehen auf dem Horst wird von den Nachbarn mit großem Interesse verfolgt und begleitet. Auch aus den anderen Straßen bummeln viele durch den Stubbenweg, um einen Blick auf den Horst zu werfen.

„Wir hoffen nun“, so Helga Aldag weiter, „dass die Störche auch im nächsten Jahr wieder kommen, dauerhaft hier brüten und ihre Jungen aufziehen.“

Nach ihrer Kenntnis kehrt der Nachwuchs erst wieder an den Ort seiner „Kindheit“ zurück, wenn er geschlechtsreif ist, „Das dauert in der Regel etwa fünf Jahre.“ Ihre Kindheit verbringen die Vögel im in der jeder Hinsicht heißen Afrika.

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