Sommerfest bei der Flüchtlingshilfe Langwedel

Freiwillige Helfer können sie immer gebrauchen

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Ausgesprochen gut besucht war das Sommerfest der Flüchtlingshilfe Langwedel im Daverdener Gemeindehaus.

Daverden - Der Sommer geht definitiv zu Ende, da feierte die Flüchtlingshilfe Langwedel (FLAN) am Mittwoch noch schnell ein Sommerfest, zu dem man in das Gemeindehaus Daverden eingeladen hatte. FLAN-Vorsitzender Michael Schablow wies auf viele Projekte des Vereins hin, über die man sich auch an Stellwänden informieren konnte.

Schablow dankte den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die den Verein seit eineinhalb Jahren unterstützen. Hilfe kann man bei FLAN aber immer gebrauchen. Aktuell sucht man weitere Helferinnen oder Helfer, die sich um eine Familie aus dem Irak kümmern.

„Jede Hilfe ist willkommen. Jeder kann so viel helfen, wie er mag oder die feste Betreuung einer Familie übernehmen“, so Michael Schablow.

Anfangs galt es für die Flüchtlinge anzukommen, eine Wohnung zu finden, so Schablow in seiner Begrüßung. Es brauchte und braucht Hilfe bei Behördengängen. Wichtig ist das Erlernen der deutschen Sprache: um Arbeit zu finden, aber auch den Weg in die deutsche Gesellschaft, die Gemeinschaft vor Ort. Als Beispiele auf dem Weg zur Integration nannte Schablow die Mitarbeit von Flüchtlingen bei Sanierungs- und Renovierungsarbeiten auf der Daverdener Freilichtbühne.

Man habe gemeinsam Musik gemacht und getanzt, aber auch zusammen gekocht. Einige arabischen Leckereien konnten die Besucher dieses Sommerfestes probieren – und waren begeistert.

Helfer betreuen 150 Menschen aus Syrien und Irak

Auch Bürgermeister Andreas Brandt bedankte sich bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die die Arbeit der hauptamtlichen Koordinatoren unterstützen.

Etwa 150 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, aber auch aus Afghanistan werden von der Flüchtlingshilfe Langwedel betreut. Die Familie aus dem Irak, die jetzt angekommen ist, braucht dringend Möbel, so Michael Schablow. Am Sonnabend werden jetzt einige Flüchtlinge wieder auf der Freilichtbühne arbeiten und diese mit winterfest machen.

Geplant sind aber noch weitere Projekte wie neue Kurse zum Verhalten im Straßenverkehr. Für einen Nähkurs gibt schon viele Anmeldungen. Sylke Beckmann wird diese Veranstaltung gemeinsam mit dem Etelser Handarbeitskreis im Gemeindehaus Etelsen organisieren. Die teilnehmenden Frauen sollen an der Nähmaschine angelernt werden, damit sie diese später einmal ausleihen und zu Hause arbeiten könnten, erläuterte Sylke Beckmann. 

Beliebtes Mutter-Kind-Café im Jugendtreff

Im Etelser Gemeindehaus soll Bettina Carstensen auch gemeinsam und interkulturell kochen, es soll aber auch gefeiert werden. Beliebt ist aber auch das Mutter-Kind-Café im Jugendtreff. Über das Förderprogramm „500 Landinitiativen“ werden FLAN-Projekte mit 5000 Euro unterstützt.

Im Laufe des Nachmittags trat am Mittwoch noch eine Clogging-Gruppe mit Brigitte Postina, Ingrid Künzel, Michaela Pletl und Heike Ertel auf. Auch die Samba-Trommel-Gruppe „ClouHasa“ aus Cluvenhagen war dabeibunt, schön schrill und richtig gut drauf mit Musik wie beim brasilianischen Karneval.

Michael Schablow freute sich, dass so viele Besucher gekommen waren, um den Kontakt zu den Flüchtlingen aufzunehmen. „Mit den Projekten hat es bisher super geklappt, so stell ich mir die Zusammenarbeit mit alten und neuen Mitbürgern vor.“

hu

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