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Fotovoltaik, Erdwärme und Dorfplatz für Holtebüttel

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Von: Jens-Peter Wenck

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Der neue Ortsrat Holtebüttel auf Tour (v. links): Christoph Lindhorst, Sebastian Struß, Pia Kramer und Lena Traichel. Lennart Grimm kam dann später dazu.
Der neue Ortsrat Holtebüttel auf Tour (v. links): Christoph Lindhorst, Sebastian Struß, Pia Kramer und Lena Traichel. Lennart Grimm kam dann später dazu. © PS

Holtebüttel – Holtebüttels Ortsbürgermeister Christoph Lindhorst hatte jetzt seinen fast komplett neubesetzten und auf alle Fälle sehr jungen Ortsrat zu einem Rundgang durch die Ortschaften der Altgemeinde Holtebüttel eingeladen. Dabei ging es nicht darum, bei schönem Wetter (das an diesem Tag sich eher wechselhaft zeigte) einen Spaziergang an der frischen Luft zu unternehmen. Der Ortsrat steuerte ganz bewusst in den Dörfern und an den Ortsrändern verschiedene Punkte an, mit denen sich die Lokalpolitikerinnen und Politiker in den nächsten Monaten und Jahren befassen möchten.

„Für mich war es ein Herzenswunsch, dies in einer so ungezwungenen Atmosphäre tun zu können“, sagte Christoph Lindhorst. „Es ist doch etwas anderes, wenn man direkt vor Ort ist und darüber spricht, als nur über einem leeren Blatt Papier oder einer Landkarte zu stehen.“

Eine Station war zum Beispiel der Spielplatz in Nindorf. Außerdem wurden Möglichkeiten für erneuerbare Energien auf Freiflächen an der Autobahn (die die Altgemeinde ja quasi in zwei Hälften teilt) und auf Bestandsgebäuden erörtert.

Der Weg ging auch über Feldwege durch den Overing und nach Schülingen, wo auch der beliebte Radrundweg „Langwedel erFahren“ verläuft. Und dieser Radweg ist unabhängig von der Jahreszeit in einem schlechten Zustand. „Hier muss dringend etwas passieren, denn Radfahren ist hier so gut wie gar nicht möglich, auch die Schlaglöcher in Schülingen bedürfen dringend der Aufmerksamkeit der Verwaltung“, so die Meinung von Lena Traichel. „So wurden Kilometer für Kilometer die Punkte aufgenommen, notiert und besprochen und man kann gespannt sein, was da noch in nächster Zeit alles in den Ortschaften angegangen werden soll“, berichtete nach der Tour Christoph Lindhorst. „Natürlich sollen die Einwohner ausreichend Gelegenheit haben, sich mit einzubringen“, so der Ortsbürgermeister weiter. „Bei einer zehn Kilometer langen Strecke kommt auch schon einiges zusammen“, merkte Sebastian Struß an.

Zusätzlich zu den offiziellen Ortsratsterminen könne man sich daher auch vorstellen, gelegentlich eine sogenannte offene Ortsratssitzung durchzuführen, um ungezwungen ins Gespräch zu kommen. „Hierbei möchte der Ortsrat gerne erfahren, was die Bürger wirklich möchten und wechselseitig auch Dinge erklären, die sonst so eventuell nicht richtig ankommen“, erläutert Lindhorst weiter. „Leuchtturmprojekte“, die Lindhorst seinen Kolleginnen und Kollegen im Rahmen des Rundganges erläuterte, waren die erwähnte PV-Lärmschutzwand an der A 27. „PV“ steht dabei für „Photovoltaik“ – mit so einer Wand ließen sich also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Nachgedacht wird auch über Möglichkeiten, Erdwärme für ein neu zu schaffendes Nahwärmenetz zu nutzen sowie einen Dorfplatz gegebenenfalls mit einem Car-Sharing-Punkt und E-Ladestation neu zu gestalten. Das stehe alles aber noch am Anfang des Denkprozesses.

Einen runden Abschluss fand die Gruppe in der guten Stube von Pia Kramer, wo noch die aktuell anstehenden Punkte besprochen wurden, wie zum Beispiel eine Seniorenfahrt, ein anstehendes Vereinsjubiläum im Ort und Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Austausches mit Nachbarortsräten. Ja, gut, und ein gemeinsames Kohlessen gab es bei diesem Abschluss auch. In der Bilanz waren sich dann alle einig, so Christoph Lindhorst, dass dieser Rundgang wiederholenswert ist. Eventuell könne man beim nächsten Mal in Form einer angekündigten Radtour durch die Altgemeinde fahren, sodass man vielleicht an zwei, drei neuralgischen Punkten auch mit den Einwohnern direkt in Kontakt kommen und Gespräche führen kann.  jpw

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