Aktion und Informationen in Langwedel

Flagge zeigen: Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

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Nicht nur, aber auch mit der großen Fahne, will frau auf den Aktionstag hinweisen. 

Langwedel - Seit Dienstag zeigen sie Flagge – und das mit Blick auf den internationalen Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen“ am 25. November. „Sie“ sind das Bündnis Frauenberatung Verden, Frauenhaus/BISS, das Bündnis Internationaler Frauentag und die AWO Beratungsstelle Horizonte gemeinsam mit Karin Sievers, Gleichstellungsbeauftragte des Fleckens Langwedel.

„Das Bündnis, den Aktionstag am 25. November, gibt es schon seit vielen Jahren“, erklärte Friederike Geißler von der Frauenberatung. Seit dem vergangenen Jahr greift das Netzwerk von Beratungsstellen im Landkreis verstärkt auch auf die Fahnenaktion und das Informationsmaterial von „Terre des Femmes“ zurück.

Es gelte das Netzwerk weiter auszubauen, weiterzutragen, Hilfen anzubieten, die erforderlich sind und Frauen und Mädchen bewusst und deutlich zu machen: Es gibt Möglichkeiten, Hilfe und Unterstützung zu bekommen, so Karin Sievers.

Darum hängt jetzt vor dem Langwedeler Rathaus nicht nur eine Fahne. Im Rathaus, unten im Foyer, findet Frau (und auch Mann) in den nächsten Tagen jede Menge Informationsmaterial, Adressen und Ansprechpartner von Gewaltberatungsstellen in der Region. Sollte hier mal etwas vergriffen sein (oder die kleine Ausstellung) ist wieder abgebaut – Karin Sievers hat ihr Büro im ersten Stock des Langwedeler Rathauses. Hier bekommt man Infos und Hilfe.

Das Motto von Terre de Femmes für den Aktionstag 2017 ist „Nein zu weiblicher Genitalverstümmelung“. Bislang habe man mit dem Thema noch keine konkreten Erfahrungen gemacht, so Friederike Geißler. „Wir rechnen aber damit, dass das zunehmend Thema werden wird“, erklärte Sigrun Belz als Vertreterin des Frauenhauses Verden und BISS (Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt). Es sei zu erkennen, dass immer mehr Flüchtlingsfrauen kommen, die erkennen: Hier gibt es Hilfe, hier gibt es Schutz.

Zu Bedenken ist auch: Genitalverstümmelung ist auch bei den betroffenen Frauen ein großes Tabuthema. Sich einem Frauenarzt anvertrauen? So gut wie undenkbar. Frauenärztinnen gibt es im Landkreis immer weniger – und die sind so gefragt, dass Frau lange auf einen Termin warten muss.

Vielleicht kann ein Gesprächskreis helfen, wie ihn Anne Fehn, Gleichstellungsbeauftragte in Oyten initiiert hat. Das kann Nähe schaffen und zur Prävention beitragen, so die Hoffnung. 

jw

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