Feuerwehr-Freundschaft

Mit dem Motorrad zu den Freunden in Richtung Osten

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Hartmut Knüppelmann aus Ottersberg, Lars Rohde aus Dahlbrügge, Peter Kohnen und Adalbert Meyer, beide aus Holtebüttel, waren gemeinsam quasi auf Freundschaftsmission unterwegs.

Holtebüttel - Leitzkau in Sachsen-Anhalt und Holtebüttel im Landkreis Verden – auf den ersten Blick tun sich hier keine Gemeinsamkeiten auf. Und doch verbindet beide Ortschaften seit 1994 eine tiefe Freundschaft, was eindeutig an den Feuerwehrkameraden der 900-Seelen-Gemeinde in der Nähe von Magdeburg und den Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr aus dem auch nicht gerade großen Holtebüttel liegt.

Wie schon gesagt, 1994 fing alles an. Eigentlich mehr oder weniger mit einem Zufall. Die jetzige Ehefrau von Lars Rohde stammt aus Leitzkau, lernte nach der Grenzöffnung in Holtebüttel einen Beruf – und eben auch ihren Zukünftigen kennen.

Dann ist da noch Adalbert Meyer, bekannt als langjähriger Feuerwehrchef, Schützenvorsitzender und Chef auf der Holtebütteler Freilichtbühne. Meyers Ideenreichtum und Initiative sind zumindest rund um Holtebüttel bekannt und hier darf man auch getrost den Grund suchen, wieso eine Feuerwehrfreundschaft mit den 28 Wehrmännern im Jerichower Land entstand, die bis heute hält. Man trifft sich mehrmals im Jahr, mal hier mal dort. Für Wettkämpfe, um Jubiläen zu feiern oder auch einfach so.

Übrigens fährt Adalbert Meyer auch gerne mal Motorrad. In Ermangelung eines großen Führerscheins muss er sich auf eine 125-er beschränken. Die gibt nämlich die auch schon etwas ältere Fahrlizenz Meyers her.

Und so kam jetzt die tolle Idee auf, mit dem Motorrad und weiteren Freunden, hier Hartmut Knüppelmann aus Ottersberg, eine Tour Richtung Osten zu starten.

Lars Rohde aus Dahlbrügge sowie Peter Kohnen und Adalbert Meyer, beide aus Holtebüttel, machten sich also über Land nach Sachsen-Anhalt auf. Freunde in Leitzkau besuchen. „Und mal wieder einen ausschnacken“, wie es Meyer so trefflich sagt.

Na ja, so ganz problemlos verlief die Tour der vier Motorradfahrer mit Start in Holtebüttel nun doch nicht. Eine Panne in der Nähe von Soltau stoppte unsere Biker zunächst. Aber die Jungs von der Feuerwehr kennen sich ja in Sachen Technik aus, und gehen Pannen und ähnliche Fälle mit gutem Mut an.

Nach rund 90 Minuten war dann auch dieser Fall gelöst und es ging weiter über Magdeburg nach Leitzkau, wo die Feuerwehrkameraden schon mit einem zünftigen Grillabend warteten. Der war (wieder richtig „dufte“ , um Adalbert Meyer zu zitieren.

Die Rückfahrt verlief übrigens problemlos. Man hatte sich eine Strecke über Schönebeck, den Ostharz, Einbeck und Nienburg retour nach Holtebüttel ausgeguckt. Rund 700 Kilometer wurden insgesamt zurückgelegt.

Die Feuerwehr Holtebüttel freut sich auf das nächste Treffen, dann aber ohne Motorrad, jedoch wieder mit einem Grillabend und etwas Bier aus der Heimat. Meyer und sein Team werden das schon gut organisieren. Freundschaft über die ehemalige innerdeutsche Grenze hinweg ist etwas sehr Schönes. Nix von wegen „Wessis und Ossis verstehen sich nicht“.

roh

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