Marianne Krentzel feiert 90. Geburtstag

„Die Familie ist das A und O“

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Jubilarin Marianne Krentzel mit ihren Töchtern Monika Zambok (links) und Susanne Laue.

Etelsen - Von Bernd Hägermann. „Wenn die ganze Familie feiert, brauchen wir immer einen Saal“, sagt Marianne Krentzel. Am Sonntag ist es wieder soweit. Dann nämlich scharen sich die Lieben um die Jubilarin, die gestern ihren 90. Geburtstag feierte.

Das geschah im kleinen Kreis in der Hubertus Seniorenresidenz Etelsen. Der Bürgermeister hatte sich angesagt, eine Vertreterin der Kirchengemeinde und Bewohner der Seniorenresidenz, in der Marianne Krentzel seit etwas mehr als zwei Jahren lebt. Mit dabei waren auch ihre beiden Töchter Monika Zambok und Susanne Laue. Es war eine festlich gedeckte Frühstückstafel, an der man in angeregten Gesprächen Erinnerungen austauschte.

Marianne Krentzel wurde in Schlesien geboren, wuchs dort auf und musste ihre Heimat wie so viele in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verlassen. Der Weg führte sie nach Hagen-Grinden. Jahre später lernte sie ihren Ehemann Johannes kennen. Standesamtlich geheiratet wurde 1951. Gemeinsam hatte das Paar – Johannes Krentzel starb vor etlichen Jahren – sieben Kinder, sechs davon sind Mädchen.

Alle Kinder leben in der näheren Umgebung. Ebenso wie die elf Enkel und zwölf Urenkel. „Diese Nähe ist ein großes Glück. Alle unsere Kinder haben es zu etwas gebracht“, sagt Marianne Krentzel stolz und erzählt lächelnd von bewegten Zeiten, als das Haus der Familie immer voll war und die Stimmung bisweilen turbulent, aber die Gegenwart der Mutter den sieben Kindern ein Gefühl des Vertrauens und der Verlässlichkeit vermittelte. Damit hatte sie eine Grundlage für deren späteres Leben geschaffen.

Langweilig, so das Geburtstagskind, sei es ihr jedenfalls nie geworden. Denn die Aufgaben einer Ehefrau und Mutter von sieben Kindern waren die eine Sache, der große Garten am Heim der Familie in Cluvenhagen war die andere. Wenn Marianne Krentzel in einem Jahr bis zu 370 Einmachgläser füllte, kam einigen Enkelkindern schon mal der Gedanke, dass Oma ein Geschäft eröffnet haben könnte. Doch die eingekochten Leckereien blieben der Familie und Freunden vorbehalten. „Die Familie“, weiß Marianne Krentzel, „ist das A und O.“

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