Trotz Corona-Saison 8 500 Beförderungen

Fährverein Hagen-Grinden/Ahsen-Oetzen: Eines der besten Ergebnisse der Geschichte

Ein Blick aus luftiger Höhe auf einen Teil der Fastmaker, Fährführer, die Weser und die Gentsiet, die nun in ihr Winterquartier umgezogen ist.
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Ein Blick aus luftiger Höhe auf einen Teil der Fastmaker, Fährführer, die Weser und die Gentsiet, die nun in ihr Winterquartier umgezogen ist.

Grinden/Ahsen – Der Fährverkehr über die Weser wurde traditionell Anfang Oktober beendet, jetzt ist die Fähre Gentsiet aus dem Wasser und in ihr Winterquartier gezogen – und für den Vorstand des Fährvereins Hagen-Grinden/Ahsen-Oetzen ist der Moment gekommen, ein Resümee über die zurückliegende Fährsaison zu ziehen.

Mehr als 8 500 Fahrgäste nutzten in der Zeit vom 1. Mai bis 3. Oktober die Möglichkeit, mit der Gentsiet über die Weser überzusetzen. Diese Fahrgastzahlen bedeuten in der Historie des Vereins das drittbeste Ergebnis seit dem Beginn des Fährbetriebes im Jahr 2005. „Wir freuen uns sehr, dass trotz der Corona-Pandemie so viele Gäste übergesetzt werden konnten. Positiv anzumerken ist, dass das erstellte Hygienekonzept erfolgreich war und der Fährverein ohne Zwischenfälle durch die Saison gekommen ist“, erklärt Pressewartin Janine Fahrenholz für den Vorstand der Fährleute. Als Dankeschön an die ehrenamtlichen Fährführer und Fastmaker hatte der Verein noch im September ein Abschlussgrillen – unter Einhaltung der Corona-Regeln – veranstaltet und bei der Gelegenheit zum einen der Kreissparkasse Verden für eine großzügige Spende gedankt, und zum anderen Mittels Drohne aus luftiger Höhe ein Foto von Fährführern und Fastmaker gemacht, von denen viele die neuen Fleece-Jacken trugen, die unter anderem mit einer Spende aus den Reinerträgen des VR-Gewinnsparens der Volksbank Niedersachsen-Mitte und einer Spende von der Familie Beckröge aus Etelsen angeschafft worden waren.

Sehr zu Freude des Vorstands sind dem Fährverein trotz Corona-Pandemie viele neue Fährführer und Fastmaker beigetreten und haben bereits ihre ersten Dienste auf der Gentsiet absolviert. Registriert wurden an Bord gar Nachwuchskräfte ab 10 Jahren, die ihre Eltern oder Großeltern tüchtig unterstützen. „Die Zusammenarbeit der Generationen passt zu dem 20-jährigen Vereinsjubiläum“, findet Janine Fahrenholz. Allerdings konnte man im September leider nicht gebührend feiern. Natürlich wegen Corona.

Im August 2001 war das allererste Fährfest veranstaltet worden. Auch als Test, um die Resonanz zur Wiederaufnahme der alten Fährverbindung zu prüfen. Das Resultat: Am 24. September gründeten 46 Personen den Fährverein.

Eine eigene Fähre gab es noch nicht. Der Verein und die Vorsitzenden Horst Jüntgen und Günter Grieme hatten viele Klippen zu umschiffen, um die Finanzierung einer Fähre sicherzustellen, alle Genehmigungen einzuholen und nicht zuletzt Kritiker zu überzeugen, dass eine Fähre eben kein Spielzeug ist.

2005 bekam die Con-Mar Werft in Brake den Auftrag zum Bau der Fähre, die am 28. Mai 2005 auf dem Wasserweg zu ihrem Anleger bei Stromkilometer 336,3 gefahren wurde. Am 20. August schließlich erfolgte die Taufe d auf den Namen Gentsiet, tags darauf begann der regelmäßige Fährbetrieb. Im ersten Jahr wurden bereits mehr als 4 000 Personen übergesetzt. „Am 18. Juni 2011 konnten wir dann bereits den 50 000. Fahrgast begrüßen. Am 20. Mai 2018 wurde dann der 100 000. Fahrgast übergesetzt und am 5. September diesen Jahres konnten wir den 125 000. Fahrgast begrüßen“, listet Janine Fahrenholz auf.  jpw

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