Fachpraxisgruppe Zimmerer baut dem Kindergarten Langwedel ein Gerätehaus

Die können das

Wie klappt die Arbeit am besten? Gemeinsam, im Team. Die Fachpraxisgruppe Zimmerer der BBS Dauelsen baute dem Kindergarten Langwedel jetzt ein neues Haus, in dem vor allem großes Spielzeug untergebracht werden wird. - Foto: Wenck

Langwedel - „Ich brauch die Bits“, der angehende Zimmermann schnürt suchenden Blickes über die Baustelle. „Da vorne müssten noch welche sein“, meint Fachpraxis Lehrer Bernd Wünsch. „Nee, hier sind die“, weiß ein Kollege des Suchenden.

„Ich brauch noch einen Akku“, kommt es aus der oberen Etage der Baustelle. Aber bitteschön einen Bosch-Akku, keinen Makita. Alles da, alles hier. Gemeinsam wird die Sache gewuppt und nur weil einer gerade mal Werkzeug sucht, wird die Arbeit sowieso nicht unterbrochen.

In einer abgesperrten Ecke des Kindergartens Langwedel war zwei Tage lang die Fachpraxisgruppe Zimmerer der BBS Dauelsen zugange. Die Kita bekam das ersehnte neue Spielehaus. Den Wunsch danach hatte das Langwedeler Kindergartenteam vor einiger Zeit bei der Gemeindeverwaltung hinterlegt. Die hatte auf der Suchennach einer ebenso guten wie günstigen Lösung in Dauelsen bei den Berufsbildenden Schulen angefragt, ob die nicht vielleicht...?“

„Können wir“, lautete die Antwort. „Machen wir als Abschussprojekt“, beschlossen die Fachlehrer Bernd Wünsch und Christian Brandt. Erdacht und geplant wurde in der Folge ein großes Gerätehaus in Holzrahmenbauweise. Da wurde also nicht etwa ein Bausatz eingekauft.

Die einzelnen Module wurden in Dauelsen vorgebaut. „Das hat so, na, vier Wochen gedauert“, überlegt Bernd Wünsch. Das Fundament haben die Zimmerer schon vorgefunden, innerhalb von zwei Tagen wurde das Spielehaus dann aufgestellt.

Obwohl, die Dacheindeckung fehlt noch. „Das muss eine Fachfirma machen, das bekommen wir zeitlich nicht mehr hin. Wir haben diesmal so ein extrem kurzes Schuljahr“, erklärt Wünsch entschuldigend. Macht nix, auch so profitieren alle Beteiligten von der Sache. Die angehenden Zimmerer sind offenkundig mit Begeisterung bei der Sache. Liegt vielleicht daran, dass sie viel selbst machen konnten und auch mussten. Die Lehrer konnten ihnen schon mal praktische Einweisung in alle berufsrelevanten Maschinen verpassen. Zudem beförderte das Vorhaben quasi ganz automatisch die Arbeit im Team. Auch das kann man lernen und ist bei der Arbeit auf dem Bau ausgesprochen angesagt.

Die tatkräftige Zimmertruppe bestand übrigens aus Marvin Becker, Markus Lohmann, Patrick Lünsmann, Oliver Mellenthin-Bolowski, Raphael Prahs, Patrick Preisler und Niels Sammann. - jw

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