Digital Native und Sprachrohr für die Jugend

Fabian Sasse aus Etelsen kandidiert für die FDP

Jugend und Digitalisierung sind seine Themen. Fabian Sasse kandidiert für die FDP in Etelsen.
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Jugend und Digitalisierung sind seine Themen. Fabian Sasse kandidiert für die FDP in Etelsen.

Etelsen – Bildung, Digitalisierung, Fortschritt – das sind die Themen, die Fabian Sasse veranlasst haben, in die FDP einzutreten. Gerade die Schulen im Flecken Langwedel müssten in puncto digitale Ausstattung aufholen. Und das sollte seiner Meinung nach bereits in der Grundschule beginnen. „Kinder und Jugendliche sind mit Medien vertraut, aber sie nutzen sie in der Schule nicht“, sagt Sasse.

Eigene digitale Endgeräte im Unterricht zu verwenden, sei sogar oft nicht erlaubt. Statt dieser Skepsis gegenüber digitalen Lernmitteln wäre die Ausstattung mit Tablets an den Schulen längst angebracht.

„Bildung lässt sich durch Digitalisierung effektiver gestalten“, ist Sasse überzeugt. Er zählt sich selbst zu den Digital Natives, ist also jemand, der in der digitalen Welt aufgewachsen ist. Zusammen mit dem Achimer Justin Steinhoff (19) gründete er zudem eine eigene Online-Marketingagentur.

Das zweite Thema, das den 18-Jährigen beschäftigt, sind Jugendliche und das Verhältnis zwischen den Generationen. Dies ist dem Etelser, der nächstes Jahr sein Abitur am Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium in Achim ablegen will, nicht erst seit gestern ein Anliegen. Er hat dazu sogar ein Buch geschrieben. Unter dem simplen Titel „Jugend“ hat Fabian Sasse es als 16-Jähriger veröffentlicht. Es soll erklären, was Menschen unterschiedlichen Alters voneinander trennt und Wege aufzeigen, die Kluft zu überwinden. Es behandelt Bereiche wie Sprache, digitale Medien, Mode und Mobbing.

Ziel: Zwischen den Generationen vermitteln

Auch in der Politik gelte es, zwischen den Generationen zu vermitteln. „Es ist für Jugendliche schwer, sich an ältere Politiker zu wenden“, findet Sasse. Auch Jugendverbände seien zu wenig präsent oder würden zu wenig ernst genommen. „Darum ist es auch in der Kommunalpolitik wichtig, junge Ansprechpartner zu haben und nicht nur gestandene Politiker im Anzug.“ Jugendliche informieren sich ihm zufolge nicht über das Wahlprogramm einer Partei, indem sie Flyer lesen, sondern über Instagram. Mehr junge Menschen in die Parteien zu bringen, fördere die Online-Präsenz und damit auch die Demokratie. „Denn Demokratie lebt von Partizipation.“

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Sein Parteibuch besitzt Fabian Sasse seit anderthalb Jahren. Das führt er zum Teil auf den Einfluss seines Vaters zurück, der ebenfalls für die FDP in Langwedel Kommunalpolitik macht. Zudem sei in der Schule das Interesse für Politik geweckt worden. Mit einem einwöchigen Praktikum beim FDP-Landtagsabgeordneten Lars Alt hat Fabian Sasse sich einen Eindruck von politischen Abläufen verschafft. Im Gegenzug setzt die Partei Vertrauen in Sasse, weshalb er auf Listenplatz 1 kandidiert – theoretisch mit Option auf das Amt des Etelser Ortsbürgermeisters.

In der Öffentlichkeit zu stehen ist für Sasse kein Problem

Sasse kann sich auch über die Kommunalpolitik hinaus eine Karriere als Politiker vorstellen. In der Öffentlichkeit zu stehen, sei er nicht nur durch seine Buchveröffentlichung gewohnt. Seit seinem dritten Lebensjahr jobbt er zudem als Fotomodell – unter anderem für bundesweite Kampagnen einer schwedischen Modekette. Auch Rückschläge habe er in dieser Branche einstecken und überwinden müssen: „Auf dem Weg dahin bin ich tausendmal gescheitert.“ Zudem arbeitet Sasse bei der Stiftung Waldheim – er kümmert sich um Menschen mit Behinderung in einer Wohngemeinschaft in Achim und auf dem Stiftungsgelände in Cluvenhagen. Eine Tätigkeit, die er als sinnvoll und bereichernd ansieht. Nach dem Tod seiner Großmutter, die zum Schluss im Pflegeheim gelebt hatte, habe er Verantwortung für Menschen verspürt, die im Alltag oft einsam sind.

Sasse will sich thematisch nicht zu breit aufstellen. „Ich will für das stehen, was ich tatsächlich gut vertreten kann“, kommt er erneut auf digitale Medien zu sprechen und bemerkt selbstbewusst: „In diesem Bereich bin ich der Beste.“ In andere Themen könne er sich einlesen, wolle aber nichts versprechen, was er nicht einlösen kann. Und dann nennt er doch noch ein anderes Interessengebiet: Sasse, der unter anderem beim TSV Etelsen Fußball gespielt hat, will sich dafür einsetzen, dass das Budget der Arbeitsgemeinschaft Langwedeler Sportvereine erhöht wird. Gerade Corona und der Lockdown hätten eins gezeigt: „Sport ist so wichtig für Kinder und Jugendliche. Und es fördert den Gemeinschaftssinn.“

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