Evangelische Gemeindemusikschule ConTakte stellt neues Konzept vor

„Musik kennt kein Alter!“

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Klavierlehrer Andreas de Vries mit Schülerin Maja.

Daverden - Von Desena Geist. Etwas schüchtern sitzt die achtjährige Schülerin Maja aus Verden-Walle auf dem Hocker vor dem Piano und wartet darauf, dass es endlich losgeht. Seit Sommer ist Maja Klavierschülerin bei Andreas de Vries, dem Leiter der Musikschule ConTakte.

„Andreas ist sehr lustig und erklärt gut“, findet die junge Schülerin und fügt freudestrahlend hinzu, dass Klavierspielen ihr richtig Spaß bereite

Angefangen mit dem Klavierspielen hat sie durch ihre große Schwester Julia. „Ich wollte es auch einfach mal ausprobieren“, berichtet die Achtjährige, und bei dem Klang der ersten Noten verschwindet ihre Schüchternheit komplett. „Sie ist eine sehr gute Schülerin und lernt schnell“, berichtet Lehrer de Vries.

Die Musikschule ConTakte existiert bereits seit 2008. Unterrichtet wird in der evangelischen Gemeindemusikschule in Verden, im Rittergut Hönisch und im Gemeindehaus der St. Sigismund Kirche in Daverden. Man mache es sich zur Aufgabe, jeden Schüler, ob jung oder alt, in seinen Gaben zu fördern und den Unterricht individuell und auf Basis christlichen Handelns zu gestalten, erläuterte de Vries.

Der Musikschulleiter und Noch-Diakon macht es sich unter dem Motto „Musik kennt kein Alter!“ zur Aufgabe, nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch „Frühruheständler“ und Senioren für Musik und das Erlernen eines Instrumentes zu begeistern.

Klavier, Gitarre und sogar Tischharfe zu erlernen

Zu den in Daverden unterrichtenden Lehrern gehören die diplomierte Konzertpianistin Sang-Ah Lee, der erfahrene Gitarrist, Band- und Solomusiker Oliver Battram, der theologie- und musikstudierte Quer- und Blockflötenlehrer Helmut Neddens, der Saxonphonlehrer und Preisträger bei „Jugend musiziert“ Nick Mahnke, der Schlagzeuger und zweifacher „Jugend jazzt“ Band-Förderpreisträger Peer Bothmer – und natürlich der Musikschulleiter und Lehrer für Klavier und Keyboard Andreas de Vries selber.

Menschen fortgeschrittenen Alters meinten oft, dass sie kein Instrument mehr „erlernen“ könnten. Das sei aber falsch „Es ist nie zu spät dafür“, betont der Musikschulleiter und möchte mit seinem Angebot Menschen mittleren Alters und Senioren besonders motivieren.

Dabei gehe es nicht nur um das Neuerlernen, sondern auch um Wiederauffrischen bereits vorhandener Instrumenten-Kenntnisse. Natürlich falle es in jungen Jahren leichter, ein Instrument zu spielen. Aber dies sei auch noch möglich, wenn es etwas langsamer vorangehe. Zudem bleibe es ein schönes Hobby für Jung und Alt.

Sogar das Erlernen der Tischharfe ist in dieser Musikschule möglich. Dieses Instrument kann im Sitzen gespielt werden.

Das Notenblatt wird mit den entsprechenden Griffen hinter die Saiten der Harfe geklemmt, was das gleichzeitige Notenlesen und Spielen vereinfache. Die Tischharfe sei auch gut geeignet für Menschen, die nicht mehr so gut sehen können, macht de Vries weiter deutlich.

Am Standort Daverden ist es außerdem möglich, Gitarre, Klavier, Keyboard, Querflöte, Blockflöte, Schlagzeug und Saxophon zu erlernen. Einige Instrumente, etwa Gitarren, sind auch auszuleihen, jedoch gilt dies nur für die Anfangsphase. Später sollte sich Jeder oder Jede selbst das betreffende Instrument anschaffen.

Es gibt bei der Bezahlung der Unterrichtsstunden auch die Möglichkeit, einen Geschwisterrabatt oder den Preisnachlass für Sozialhilfeempfänger wahrzunehmen.

Nach seiner Amtszeit als Diakon möchte der 46-jährige Andreas de Vries sich noch mehr auf seine Musikschule konzentrieren. Er wird aber bis zum Sommer noch weiter den Konfirmandenunterricht leiten und will ehrenamtlich ohnehin in der Gemeinde aktiv bleiben.

dg

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