Etelser Schlossgartenfest wegen Hitze nicht so gut besucht wie in Vorjahren / Der Sonntag machte es wieder wett

Kunstvolles und Köstliches in Prachtkulisse

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Der hat doch einen Vogel: Falkner Manuel Zimdars, hier vor der imposanten Kulisse des Schlosses Etelsen, bot Besuchern an, sich mit Wüstenbussard fotografieren zu lassen.

Etelsen - Von Wiebke Bruns. Das Etelser Schlossgartenfest ist ein starker Publikumsmagnet, doch bei Temperaturen knapp unter 40 Grad versagten die Anziehungskräfte etwas. Somit war der Sonnabend längst nicht so gut besucht wie in anderen Jahren. Am Sonntag stellte sich dafür, zumindest bevor die gewittrigen Regenschauer sich entluden, dann wieder der gewohnt hohe Besucherandrang ein.

„Der Sonntag sah deutlich besser aus“, freute sich Harm Beckröge. Nicht nur für sich und seine Familie als Veranstalter, sondern auch für die rund 130 Aussteller. Diese hatten wieder jede Menge Schönes und Leckeres im Gepäck. Taschen, Kissen, Decken gab es genauso wie Öle, Senf, Marmeladen und Gewürze. Modisches für die Dame und das Kind, praktische Hosenträger und Hüte für den Herrn gehörten genauso zum Angebot wie Wohn- und Gartenaccessoires, Möbel, Blumen und vieles mehr. „Köstlichkeiten zum Schlemmen, Kunsthandwerk und Land-Lust“ – das Motto wurde voll erfüllt.

Bummeln, Schauen und Genießen war auf rund 12000 Quadratmetern an zwei Tagen möglich. Die Familie Beckröge bewohnt den Hof, der einst zum benachbarten Schloss gehörte. Nicht nur vor und in deren Scheune, sondern auch in dem großen Garten und vor dem Schloss hatten die Aussteller ihre Stände aufgebaut. Die Gruppe Cladatje bot Klezmermusik und zog dabei mit ihren Instrumenten über das Gelände. Mehrere Musikgruppen und ein Zauberer boten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Falkner Manuel Zimdars war aus Ahrensmoor-Nord angereist. Mitgebracht hatte er einen Wüstenbussard und eine Schleuereule. Flugshows gab es nicht, aber für ein „Foto mit dem Greif“ durften die Besucher den Falknerhandschuh anziehen und den Bussard selber halten.

Etelser Schlossgartenfest

Für Syedhom Salama war es ein Wetter genau nach seinem Geschmack. Er reichte den Besuchern gerne einen Tee, denn Hitze hilft gegen Hitze, erklärte er. Wunderschönes Kunsthandwerk aus dem Orient bot er in Etelsen an. Selbst hergestellte Keramiken, aber auch Feuerschalen, in denen auf Wüstensand gekocht wird. „Zur Hälfte werden sie mit Sand befüllt, dann kommen fünf bis sieben Holzkohlen darauf. Die Kohlen werden zur Asche und der Sand wird erhitzt“, erklärte der Mann mit ägyptischen und marokkanischen Wurzeln das Prinzip. Mit Huhn und Gemüse demonstrierte er die Zubereitung, die ohne Fett erfolgt.

Bei dem schweren Gewitter am Abend des ersten Veranstaltungstages wurden neun Zelte von Ausstellern beschädigt. „Aber auch das haben wir in den Griff gekriegt“, so Harm Beckröge. Die Besucherzahlen am Sonnabend schätzte er auf 3000. Gestern sollen es deutlich mehr gewesen sein. Wer die Hitze gescheut hat und deshalb das Schlossgartenfest im nächsten Jahr auf keinen Fall verpassen will, der kann sich schon mal den 11. und 12. Juni als Termin notieren.

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