An Jutta Mohrmann geht kein Weg vorbei

Etelsen: Bei einer Blutspende ist viel zu beachten

Im Frühjahr hatte es vor dem Gemeindehaus in Etelsen noch eine lange Schlange gegeben, jetzt hätte die Beteiligung aus Sicht der Verantwortlichen ruhig besser sein dürfen.
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Im Frühjahr hatte es vor dem Gemeindehaus in Etelsen noch eine lange Schlange gegeben, jetzt hätte die Beteiligung aus Sicht der Verantwortlichen ruhig besser sein dürfen.

Etelsen – Blutspenden werden auch während der Corona-Pandemie täglich benötigt. Darum ruft der DRK-Ortsverein Etelsen regelmäßig zur Spendenaktion auf. Während am 20. März noch 133 Blutspender gekommen waren, fanden jetzt lediglich 78 Menschen den Weg in die Grundschule Etelsen. Da war Etelsens DRK-Vorsitzender Andreas Mohrmann dann doch etwas enttäuscht und rätselte, woran die für Etelser Verhältnisse schwache Beteiligung gelegen haben könnte. Der Beginn der Sommerferien kann es eigentlich nicht gewesen sein, viele Familien bleiben ja zu Hause. Wie auch immer: Das DRK verzeichnete sieben Erstspender, ein Teilnehmer wurde für die 50. Blutspende geehrt.

Alle, die Blut spenden wollten, mussten erst einmal an Jutta Mohrmann vorbei. Die zweite Vorsitzende des DRK-Ortsvereins maß bei jedem potenziellen Spender Fieber, verbunden mit dem Hinweis, dass Spendewillige selbstverständlich nicht unter Quarantäne stehen oder Kontakt mit einer Coronavirus-infizierten Person gehabt haben dürfen – und das auch nicht in den vergangenen zwei Wochen. Bei wem Hinweise auf eine Atemwegserkrankung vorliegen (Fieber, Husten und so weiter) wird genauso wenig zur Blutspende zugelassen wie Menschen, die in den vergangenen Tagen eine Vollblutspende geleistet haben oder weniger als 50 Kilogramm Körpergewicht haben. Grundsätzlich darf man, wenn man gesund ist, bis ins höhere Alter spenden – aber Erstspender dürfen nicht älter als 60 Jahre alt sein. Wer sich in den vier Monaten vor einem Blutspendetermin eine neue Tätowierung hat machen lassen, darf auch nicht spenden, und das gilt auch für Menschen die innerhalb der vergangenen vier Monate eine Magen- oder Darmspiegelung hatten.

War das alles geklärt, wurden in der Grundschule Etelsen unter anderem die persönlichen Daten der Spendewilligen überprüft, Blutdruck und Puls gemessen. Ein Arzt entschied sodann, ob jemand zur Blutspende zugelassen wird. Die beschriebene Prozedur gilt bei jeder DRK-Blutspende.

Anschließend dürfen die Spender auf einem sogenannten Entnahmebett Platz nehmen. Ihnen werden etwa 500 Milliliter Blut entnommen. Bevor die dann zum Einsatz kommen können, werden sie noch im Labor überprüft.

„Spender übernehmen mit ihrer Blutspende ein gesellschaftliches Engagement und damit Verantwortung“, so Andreas Mohrmann.

Nach einer Blutentnahme sollten die Spender zehn Minuten ausruhen. In den Zeiten vor der Corona-Pandemie wartete man in Etelsen immer mit einem Büffet und gern auch Spezialitäten auf.

Jetzt warteten DRK-Mitglieder auf dem Pausenhof der Grundschule. Wer mochte, der konnte einen reichhaltigen Imbiss in Form eines Lunchpaketes mitnehmen, wobei auch noch die Wahl unter verschiedenen Angeboten bestand.

Durchschnittlich werden 15 000 Blutspenden täglich benötigt, so noch der Hinweis von Andreas Mohrmann. Das DRK helfe, diesen enormen Bedarf zu decken. Sechs DRK-Blutspendedienste in Deutschland sorgten für eine sichere und gesicherte Versorgung mit Blut und Blutpräparaten an 365 Tagen im Jahr.

Der nächste Blutspendetermin im Flecken Langwedel ist am Freitag, 25. September, und zwar in der neuen Oberschule in Langwedel.  hu

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