Schlossgartenfest begeistert nach einem Jahr Zwangspause

Etelsen: „Es war besser als sonst“

Auch in der alten Scheune boten Ausstellerinnen und Aussteller ihre Werke an.
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Auch in der alten Scheune (

Etelsen – „Es war besser als sonst“, freute sich Harm Beckröge schon nach dem ersten Tag des von seiner Familie veranstalteten „Etelser Schlossgartenfestes“. „Sonst war der Sonnabend der ruhigere Tag. Aber dieses Mal war es da schon fast wie sonntags.“ Nachdem die beliebte Veranstaltung im vergangenen Jahr abgesagt werden musste, konnten sich am Wochenende wieder an zwei Tagen die Besucher an dem bunten Angebot der rund 120 Aussteller erfreuen.

Von Wiebke Bruns

Sabine Schwan-Michallik hat sich auf Dekoratives aus rostigem Material spezialisiert.

Viele haben einen Stammplatz auf dem Hof der Familie Beckröge mit seinem tollen Ambiente und dem Bereich vor dem benachbarten Etelser Schloss.

So wie Sabine Schwan-Michallik, die sich auf Dekoratives aus Rost spezialisiert hat. Dieses Jahr überraschte die Bremerin mit tollen Blumen. Immer noch basierend auf einer rostigen Grundlage. „Ich möchte, dass alles in Würde altert“, sagt sie und hat bei ihren Kunstwerken ein Ziel: „Bloß nicht perfekt“.

Dass sie damit den Geschmack der Besucher trifft, bewies sich bei ihr der Umsatz. „Mega zufrieden“, zeigte sie sich. „Die Kaufbereitschaft ist heute groß. Die Leute freuen sich, dass sie endlicher wieder ausgehen dürfen“, stellte sie mit Blick auf die vielen Einschränkungen der Pandemie fest.

Auch diese farbenfrohen Gesellen hatten sich in Etelsen eingefunden – die mundgeblasenen Eisvögel hat Glaskünstler Hans Harder geschaffen.

Die hatten Babett Rudert besonders hart getroffen. Beruflich als Dekorateurin im Messebau tätig, lag für sie schon alles lahm und dann brachen auch noch die Ausstellungen weg. Umso mehr freute sie sich, dass es wieder losgeht. Das Schlossgartenfest ist für sie und ihren Schmuck als Süßigkeiten bereits der fünfter Markt in diesem Jahr, und hier sei es nicht nur ein tolles Ambiente, sondern alles auch toll organisiert.

Ihren Humor hat sie sich erhalten. „Ich bin einem Alter, wo einem warm wird, dann noch die Temperaturen und der Ofen nebenan“, scherzte sie mit Blick auf ihren Standnachbarn Hans Harder. Auf 1200 Grad hatte der Petershagener diesen aufgeheizt. Mundgeblasene Eisvögel hatte der Glaskünstler bereits auf Ästen platziert.

„Kleine Plätze zum Entschleunigen“ waren Jara Beckröge wichtig und die wurden gerne angenommen: zum Genießen der verschiedenen gastronomischen Angebote oder zum Toben in der übergroßen Sandkiste für die jüngste Generation.

Bei 120 Ausstellern gab es wirklich eine Menge zu entdecken.

Die Eltern relaxten derweil im Schatten oder bummelten weiter an den angrenzenden Ständen. „Die Kunden sind total zufrieden“, wusste die Etelserin aus Gesprächen und freute sich, dass der Termin so passend gewählt war. „Es konnte keiner planen, dass wir ohne Begrenzungen bei den Besucherzahlen und ohne Tests auskommen. Das war Gold wert“, freute sich Jara Beckröge.

Beim musikalischen Rahmenprogramm mussten Abstriche gemacht werden, um alles zu entzerren.

Dafür stand erstmalig während der Veranstaltung das Etelser Schloss im Rahmen von Führungen zur Besichtigung offen. Und auch dieses Angebot wurde gerne von den Besuchern angenommen.

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