In Lindholz aufgehalten

Steinberger Schützen: Erst die Wurst macht den Weg frei

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Helmut Meyer ist Steinberger Schützenkönig – und bekam jetzt seine Königsscheibe. Die musste aber erst durch den Zoll.

Cluvenhagen - Die Schar von Mitgliedern des Schützenvereins Cluvenhagen trotzte dem fiesen Nieselregen. Man hatte schließlich eine Mission: Auf den Schützenverein Steinberg warten.

Und dann kamen die Steinberger mit einem Treckergespann angereist, die Königsscheibe 2017 dabei. Ihr aktueller Schützenkönig ist der 73-jährige Helmut Meyer. Er wohnt in Lindholz – und das ist ja Hoheitsgebiet des Schützenvereins Cluvenhagen.

Die Steinberger stiegen vom Anhänger, um die letzten 300 Meter zu marschieren, aber ein Schlagbaum sperrte die Lindholzer Straße ab, es gab für die Steinberger kein Weiterkommen. Heike Feindt, stellvertretende Vorsitzende des Cluvenhagener Schützenvereins und amtierende Königin, traf sich mit dem stellvertretenden Steinberger Vorsitzenden Andreas Meyer, um über den Weitermarsch zu verhandeln.

Flasche Hochprozentiger überzeugt nicht

Steinbergs Kassenwart Jens Luttermann brachte eine Flasche Hochprozentiges – der Schlagbaum blieb unten. Auch eine weitere Flasche überzeugte Heike Feindt nicht. Erst als von Jens Luttermann auch eine richtig dicke Mettwurst gebracht wurde, hatte sie ein Einsehen – nicht ohne sich auch vorher der Zustimmung der übrigen Cluvenhagener zu versichern.

Und siehe: Der Schlagbaum hob sich. Das Steinberger Schützenvolk konnte die wenigen Schritte bis zur Residenz des Königs Helmut Meyer gehen.

Der freute sich, seine Steinberger nun begrüßen zu können. Adolf Meineke nahm sich einen Hammer und klemmte die Königsscheibe unter den Arm, um auf die Leiter zu steigen. Und stieg wieder ab. Ohne flüssige Stärkung war das Werk nicht zu vollbringen. Dann schließlich hämmerte er unter dem Beifall der Cluvenhagener und Steinberger die Nägel in die Wand und begoss die neue Schützenscheibe mit einem Glas Bier. Sie hängt jetzt neben zwei weiteren Königsscheiben, Helmut Meyer war schon 1970 und 1978 Steinberger Schützenkönig.

Auch Bürgermeister war dabei

Ganz besonders freute sich der Schützenkönig, dass auch Bürgermeister Andreas Brandt gekommen war – natürlich in seiner Völkerser Schützenuniform. Er berichtete von einem Urlaubstag im Juli dieses Jahres in Berchtesgaden. Dort traf er Ilse Meyer und wollte wissen: „Wer ist denn Steinberger König geworden?“ Die prompte Antwort: „Der sitzt da achtern.“ Danach trafen sich Helmut und Ilse Meyer sowie Andreas und Wibke Brandt, die mit den Söhnen Niklas und Florenz in Bayern Urlaub machten, noch öfter zu einem kleinen Umtrunk.

Zu einem Umtrunk lud jetzt natürlich auch Helmut Meyer ein, sodass es trotz des schlechten Wetters ein gemütlicher Nachmittag in Lindholz wurde, der für einige Gäste erst am späten Abend endete.

hu

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