Geschmückte Straße und Bonbonregen

Erntefest in Etelsen: Stimmung hätte besser nicht sein können

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Das Erntepaar Joy-Marie Heuer (3. v. li.) und Rasmus Steffens (3. v. re.) mit den Beiständen Layla Böse, Celine Spanuth, Roman Mühlmeister und Philipp Eggers (v. li.).

Etelsen - Joy-Marie Heuer war aufgeregt. Aber richtig. Die Etelserin war zum ersten Mal Erntebraut und wollte alles richtig machen. Je mehr Besucher am frühen Sonnabendnachmittag zum Haus der Familie an den Brahmsweg kamen, umso mehr stieg ihre Nervosität. Hübsch geschmückt waren Garten, Geländer und Gehweg, alles mit Blumen und Erntegaben liebevoll dekoriert. Die Nachbarn hatten ihre Zäune und Hecken ebenfalls herbstlich hergerichtet.

Die Stimmung hätte besser nicht sein können. Man plauderte fröhlich miteinander und freute sich auf den bevorstehenden Ernteumzug durch Etelsen. Man genoss kühle Getränke, und manch einer ließ sich ein Stück Kuchen munden. Pastor Martin Beckmann blickte zufrieden umher und freute sich. „Das Sommerwetter trägt einen großen Teil zum Gelingen des Umzugs bei. Alle sind entspannt. Außerdem ist es nicht selbstverständlich, dass die Straßen geschmückt sind“, meinte der Sprecher des Vorbereitungskreises, dem Etelser Vereine angehören, die das Erntefest organisiert hatten.

Auch an den kleinen Straßen tummelten sich zahlreiche Menschen

Dann bogen auch schon die ersten der an die 30 Wagen um die Ecke. Die Musik verstummte, doch die Gespräche nicht. Die Beistände Celine Spanuth und Philipp Eggers sowie Layla Böse und Roman Mühlmeister geleiteten Erntebräutigam Rasmus Steffens vor das Haus. René Brüggemann stieg auf die Leiter, ergriff das Mikrofon und begrüßte die Gäste: „Herzlich willkommen zum Erntefest in Etelsen.“ Er dankte dem Organisationsteam um Pastor Beckmann, den zahlreichen Vereinen, Verbänden, Gruppen und Nachbarschaften aus dem Ort und Umgebung für ihre Teilnahme und stellte den Festablauf vor.

Anschließend hatte das Erntepaar seinen großen Auftritt. Rasmus Steffens forderte die Erntekrone heraus, doch Joy-Marie Heuer reichte ihm einen mit bunten Bändern geschmückten Besen. Den warf er auf den Boden – er wollte den Erntekranz haben. Nun endlich rückte die Braut die prächtige Krone heraus, die das Publikum mit lautem Beifall und mit Pfiffen würdigte. Erntepaar, Beistände, deren Eltern und Freiwillige hatten das prachtvolle Stück gemeinsam gebunden.

Ein fantasievoll geschmückter Erntewagen mit trolliger Besatzung war dann auch noch Etelsen gekommen.

Das wurde mit vereinten Kräften auf den Wagen gehievt, Erntepaar und Beistände nahmen Platz, während die Massen sich auf ihre Wagen begaben. Mit lauter Musik und jeder Menge Remmidemmi nahm der Umzug seinen Lauf. Gut vorbereitet waren die Kinder, die sich bei strahlendem Sonnenschein in die Bonbonregen stürzten und die begehrten Süßigkeiten juchzend aufsammelten – sie hatten Tüten und Taschen mitgebracht. Da warfen die Besatzungen gern noch eine zweite Handvoll hinterher. Schnell waren die Tüten der Mädchen und Jungen prallvoll mit Süßem, und die Mütter mussten auf die „Sammlung“ aufpassen, während ihr Nachwuchs weitere Naschereien ergatterte.

Säumten schon zahlreiche Anwohner die kleinen Wohnstraßen, war es an der Hauptstraße richtig voll. Jung und alt wartete auf den Umzug und freute sich über die fantasievoll geschmückten Wagen und über Süßigkeiten, je nachdem. Als der letzte Wagen vorübergefahren war, folgten die Etelser dem Umzug auf den Festplatz. Denn dort sprach Erntebraut Joy-Marie das Erntegedicht und eröffnete anschließend mit Erntebräutigam Rasmus das fröhliche Treiben im Zelt. Gefeiert wurde bis spät in die Nacht.

is

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