Verein für Kultur und Geschichte freut sich über Unterstützung

Ernteaktion füllt Spendentopf

Spendenübergabe mit langen Corona-Armen: Manfred Knake (li.) nimmt von Dr. Rudolf Lüdemann (re.) den Erlös der Kartoffelaktion entgegen. Foto: Hustedt

Daverden – Da strahlte Manfred Knake, Kassenwart des Vereins für Kultur und Gesichte Daverden, als ihm Dr. Rudolf Lüdemann einen Spendentopf mit wertvollem Inhalt überreichte. Es war die Spende aus der Kartoffelaktion. Zu Hause zählte Manfred Knake dann durch und kam auf knapp 250 Euro. Diese Summe hatten die Selbstabholer gespendet.

In der zweiten Aprilhäfte war ein Artikel über die Kartoffelaktion in dieser Zeitung erschienen. Bereits am selben Abend waren zahlreiche Selbstabholer zu Lüdemanns Stall an der Feldstraße gekommen, um sich mit Kartoffeln der Sorte „Belana“ zu versorgen. Auch in den darauffolgenden Tagen wurden noch Selbstabholer gesichtet, so Rudolf Lüdemann. Einige Tage später war der Anhänger dann leer, nur noch die Sandklumpen lagen darauf.

Bereits zum Jahreswechsel 2019/20 hatten Rudolf und sein Sohn Schweder Lüdemann Interessierte eingeladen, auf dem 1300 Quadratmeter großen Acker zwischen Amedorf und Ritzenbergen Kartoffeln zu sammeln, da das Feld wegen des Herbstregens nicht mit schweren Rodern befahren werden konnte. Mit Grabeschaufeln gingen viele ans Werk, oft ganze Familien mit Kindern und Großeltern. Der große Acker am Außendeich bei Amedorf, der Schweders Freund aus Wittorf gehört, wurde wieder mit Kartoffeln bepflanzt, die im April gerodet werden sollten.

Doch dann gab es Anfang April einige Nachtfröste, sodass die Kartoffeln noch einige Wochen im Boden bleiben mussten. Eine Fahrt mit Roder von Wittorf aus war zu beschwerlich. Deshalb organisierten Rudolf und Schweder Lüdemann ein Gerät bei einem Fuhrunternehmen im Syker Raum.

Einen Abnehmer für die Kartoffeln gab es auch schon, die Firma Heidesand. Doch der Boden war zu hart, sodass neben Kartoffeln auch viele Erdklumpen in die Sortiermaschine kamen. Da war ans Roden also nicht mehr zu denken, und Rudolf Lüdemann entschloss sich zu der Aktion. Dass diese so erfolgreich war, erstaunt ihn immer noch. Trotzdem: „300 Tonnen Kartoffeln sind auf dem Feld geblieben und werden jetzt eingeeggt“, bedauert er.

Doch die gerodeten Kartoffeln erfreuen zumindest den Verein für Kultur und Geschichte Daverden, dem wegen vielen abgesagten Veranstaltungen durch die Corona-Krise einige Einnahmen fehlen. Er freut sich auch über weitere Spenden  hu

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