Aus der Not entstanden

Hof Meyerwiede: Seit 30 Jahren ein besonderer Ort für besondere Menschen

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Nach den Reden ließ man es sich bei Kaffee, Kuchen und dann auf dem gesamten Hof gut gehen. Die Autismushilfen hatten am Sonntag zur Feier nach Grinden eingeladen.

Hagen-Grinden - Von Wiebke Bruns. „Es ist ein besonderer Anlass mit besonderen Menschen an einem besonderen Ort“, sagte Imke Leiß, Geschäftsführerin des Hofes Meyerwiede, am Sonntagnachmittag in ihrer Begrüßung und brachte es damit auf den Punkt. Anlass war das 30-jährige Jubiläum der Autismushilfen auf diesem Kleinod am Rande der Weser in Grinden.

Bewohner und deren Angehörige, Mitarbeiter und Ehrengäste, alle hatten sich in lockerer Atmosphäre im Festzelt versammelt. Die Festreden wirkten nicht wie pflichtgemäße Lobhudeleien, sondern vielmehr wie ehrliche Anerkennung für die tägliche Arbeit viel gelobter Mitarbeiter und für den Mut, den die Gründungseltern vor etwas mehr als drei Jahrzehnten hatten.

„Diese Einrichtung ist aus der Not entstanden“, betonte Bürgermeister Andreas Brandt, der genauso wie unter anderem Landrat Peter Bohlmann, ein Grußwort sprach. Weil die Eltern einen Ort brauchten, wo ihre Kinder bis ins hohe Alter leben können, so Brandt. Daraus geworden sei eine Lebensgemeinschaft mit einem „großartigen pädagogischen Konzept“.

Lilli Heuing, ehemalige langjährige Leiterin des Hofs Meyerwiede war natürlich auch gekommen, erinnerte sich gern an frühere Zeiten – und lobte „das tollste Team der Welt“.

Der richtige Ort war gefunden

Rolf und Karin Kronshage gehören zu den Eltern, die sich damals zunächst in einem Elternverein zusammengeschlossen hatten. Als sich die Frage stellte, wie die Zukunft ihrer autistischen Kinder nach der Schulzeit aussehen könnte, suchten sie nach einem Hof auf dem Leben und Arbeiten in passender Umgebung möglich sein könnte. 

Rolf Kronshage erinnerte sich in seiner Ansprache noch gut an den 8. Juni vor 32 Jahren. An seinem Geburtstag fand die erste Besichtigung des Hofes Meyerwiede statt. Der richtige Ort war gefunden, dies sei sein schönstes Geschenk gewesen.

Kronshage erinnerte an offenbar unendliche Baumaßnahmen. Wie man mit Landwirten bezüglich Wegerechte verhandelte und wie die ersten Bewohner eingezogen sind. „Wir wurden sehr gut aufgenommen und fühlen uns wohl im Landkreis Verden“, so das Resümee des Bremers, der heute zum Hofbeirat gehört.

Steiniger Weg

Es war ein steiniger Weg, den die Eltern autistischer Kinder damals beschreiten mussten und sie haben ihn geebnet für andere, das war den Festreden auch zu entnehmen. Kronshage sagte später noch im Gespräch nach Abschluss des offiziellen Teils der Feier: „Unsere Tochter Ines ist hier ein in sich ruhender Mensch geworden, mit sich und ihrem Leben zufrieden. Es ist eine Freude, sie so zu sehen.“ Die 47-Jährige lebt mit 19 anderen Bewohnern in Grinden.

30 Jahre Hof Meyerwiede in Langwedel

30 Jahre Hof Meyerwiede Langwedel
 © Mediengruppe Kreiszeitung/Wiebke Bruns
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Dieser Hof sei ein besonderer Flecken Erde, sagte einer der Redner und so empfinden es wohl auch die Mitarbeiter. Imke Leiß erinnerte an das Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Darin heißt es an einer Stelle: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ „Er kannte den Hof Meyerwiede nicht“, so Leiß über den Autor.

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