Etelser Weihnachtsmarkt zieht tausende Besucher an – auch aus Italien

„Das ist einzigartig“

Der große Tannenbaum in der Scheune ist ein beliebter Treffpunkt – auch für diese Etelser.

Etelsen - Von Wiebke Bruns . „Wenn man aus Etelsen kommt, dann geht man zum Etelser Weihnachtsmarkt auf den Hof Beckröge“, darin war sich eine Clique aus der Ortschaft einig. Diese genoss, so wie viele Besucher, die stimmungsvolle Atmosphäre in der Scheune. „Das ist einzigartig“, sagte Vanessa Ehmken aus der Runde und das würden sicher viele Besucher unterschreiben.

Aber nicht nur aus Etelsen, sondern aus weiten Teilen der Region kommen die Besucher zum Etelser Weihnachtsmarkt und sogar aus dem Ausland. Dänen und Schweden, hatten wir im vergangenen Jahr getroffen, die ihren Familienbesuch extra auf dieses erste Adventswochenende gelegt hatten. Ganz bewusst um den dann immer stattfindenden Etelser Weihnachtsmarkt besuchen zu können.

In diesem Jahr waren Juliane Deppe und ihr Sohn Francesco Cucinotti aus Italien angereist. Der Grund war nicht der Markt, sondern ein Besuch bei Deppes Eltern. Aber ist doch klar, dass sie dann auch bei Beckröges vorbeischauten. In dieser Form kannte die gebürtige Etelserin, die wir zufällig an einem Stand mit hübschen Schildern und Tafeln trafen, den Weihnachtsmarkt überhaupt nicht.

„Ich bin vor 22 Jahren nach Italien ausgewandert“, verriet sie. Dies sei der erste Besuch in der alten Heimat nach sieben Jahren und auf dem Hof, den sie noch gut in Erinnerung hatte. Schließlich sei sie über ihre gesamte Schulzeit mit ihrer Freundin Karin Beckröge immer in einer Klasse gewesen.

Als Juliane Deppe auswanderte, war es noch ein Weihnachtsbaumverkauf mit einer Handvoll Stände, wie Harm Beckröge zu berichten wusste. Damit wollte er vor 25 Jahren den Verkauf der Tannen fördern. „Die Scheune wurde noch anders genutzt“, so der Etelser. Diese wurde dann in einem ersten Schritt einbezogen. Später kam die Mühle dazu, die bis dato immer noch für das Futter genutzt worden war – und so wurde der Markt immer größer.

„Unsere Schwiegertochter Jara hat da Schwung reingebracht“, sagte Harm Beckröge. Aber eines wurde immer beibehalten: der gute Zweck. Früher wurde unter den Ausstellern gesammelt, heute werden Standgebühren erhoben. Das große Zelt, wo ein Teil der rund 70 Aussteller Platz findet, ist ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Aber ein Teil der Überschüsse wird immer noch gespendet.

Es wird kein Eintritt erhoben und das soll auch so bleiben, sagt Harm Beckröge.

Das sollte die Besucher gefreut haben, die am Wochenende zahlreich kamen. Mehrere Tausend dürften es gewesen sein, die sich an den vielen schönen Dingen, den kulinarischen Angeboten und der schönen Atmosphäre erfreuten. Und vielleicht kann der zehnjährige Francesco seine Mama überreden, diesen Weihnachtsmarkt und natürlich die Großeltern nicht erst in sieben Jahren wieder zu besuchen. Denn so etwas hat auch das schöne Italien bestimmt nicht zu bieten.

Fotos auf

www.kreiszeitung.de

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