Einfach ausgezeichnet

Helene-Grulke-Schule erhält zum zweiten Mal den Titel „Umweltschule in Europa“

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Die Helene-Grulke-Schule ging mit den Themen „Biologische Vielfalt“ und „Globales Lernen“ in den bundesweiten Projektwettbewerb – und wurde mit einem Titel ausgezeichnet.

Cluvenhagen - 331 Schulen aus Niedersachsen nahmen an dem Projekt „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ teil. 21 von ihnen wurden jetzt ausgezeichnet und geehrt, darunter die Förderschule für Geistige Entwicklung der Stiftung Waldheim.

„Das Tolle an diesem Projekt ist die gemeinsame, klassenübergreifende Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler, von der ersten bis zur zwölften Klasse“, sagt Meike Holsten, Schulleiterin der Helene-Grulke-Schule. Stolz ergänzt sie: „Wir haben zweimal teilgenommen und wurden zweimal ausgezeichnet.“

Seit 1995 wird das Projekt „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ in Niedersachsen für alle Schulen angeboten.

Aus den Landkreisen Verden, Lüneburg, Celle, Cuxhaven, Stade, Osterholz, Rotenburg/Wümme, Harburg, Lüchow-Dannenberg und dem Heidekreis wurden nun 21 Schulen im Freilichtmuseum am Kiekeberg, Rosengarten, ausgezeichnet.

Die teilnehmenden Schulen setzten sich mit zwei Themen aus dem Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung auseinander. Dabei konnten sie aus einer Vielzahl von Unterthemen wählen. Die Helene-Grulke-Schule entschied sich für „Biologische Diversität“ und „Globales Lernen“. Über einen Zeitraum von zwei Jahren (2015 bis 2017) erhöhte die staatlich anerkannte Privatschule die Bereitschaft ihrer Schülerinnen und Schüler zu umweltgerechtem Verhalten. Dafür wurden viele konkrete Maßnahmen gemeinsam erarbeitet.

So haben die Kinder und Jugendlichen ein Insektenhotel gebaut und in einem eigens angepflanzten, blühendem Beet aufgestellt. Dafür übten die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf den Umgang mit Gartenschere und Maurerkelle.

Gemeinsame Arbeit mit Partnerklassen

Hohle Stängel wurden zurechtgeschnitten, verschieden dicke Löcher in Hartholz und feuchten Lehm gebohrt. Denn jedes Insekt bevorzugt einen bestimmten Durchmesser für seine Niströhre. Die Nisthöhlen wurden von hinten mit Lehm verschlossen, damit es darin später nicht zieht.

Viele Schülerinnen und Schüler konnten mit ihren Fähigkeiten dazu beitragen, dass Bienen, Hummeln und andere Insekten auf dem Gelände der Stiftung Waldheim nun sehr gute Lebensbedingungen vorfinden.

Für das Handlungsfeld „Globales Lernen“ arbeiteten die Kinder und Jugendlichen der Helene-Grulke-Schule gemeinsam mit ihren Partnerklassen an Regelschulen. Im Rahmen von Unterrichtseinheiten setzen sich die Klassen von 1 bis 12 mit dem Thema „Alle anders – Alle gleich“ auseinander.

Einen bedeutenden Schwerpunkt hatte dabei die Auseinandersetzung mit der Frage „Warum sind so viele Menschen auf der Flucht?“. Die Klassen beschäftigten sich mit anderen Kulturen, deren Gewohnheiten und Gebräuche. Die Lebensbedingungen von Kindern und Erwachsenen aus verschiedenen Ländern der Erde wurden mit den eigenen verglichen.

Offenheit und Neugierde

Dazu Meike Holsten: „Die Schüler erfuhren etwas über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit anderen Kulturen der Welt und konnten über diesem Weg Achtung und Toleranz gegenüber unterschiedlichen Kulturen entwickeln. Insgesamt begegneten sie dem Thema mit sehr viel Offenheit und Neugierde.“

Neben der Ehrung der 21 Schulen aus Niedersachsen im Freilichtmuseum am Kiekeberg gab es auch einen Markt der Möglichkeiten, auf dem die Schulen ihre Projekte präsentieren und sich untereinander vernetzen konnten.

„Der Austausch im Netzwerk der Umweltschulen ist ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg des Programms“, heißt es aus Kreisen der Niedersächsischen Landesschulbehörde.

Eine Einschätzung, die auch Schulleiterin Meike Holsten teilt und ergänzend hinzufügt: Unsere Kinder waren aber auch von dem Freilichtmuseum sehr beeindruckt und genossen den Tagesausflug dorthin sehr.“

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