Eine mehr als gelungene Premiere: Walpurgisnacht und Maifeier in Langwedel

Das hat geklappt

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Ganz eindeutig der Höhepunkt der Walpurgisnacht: die feurige Tanzshow von Tina Badenhop.

Und Inka Sommerfeld - Von Jens Wenck. Oh. Auweia. „Magst was essen?“, fragt Sigrid Ernst. Tina Badenhop schüttelt den Kopf und reibt sich den Bauch. Geht gar nicht. Die Künstlerin hat mächtig Lampenfieber. Ausgerechnet bei der allerersten Feier der Waldpurgisnacht am Langwedeler Häuslingshaus ist ihre „feurige Tanzshow“ als Höhepunkt des Tages angekündigt. Das macht nervös. Schon drei Stunden vor dem Auftritt.

Dabei hat Sigrid Ernst vom Langwedeler Kulturverein den Tag zu diesem Zeitpunkt schon als Erfolg verbucht. Ponyreiten, Basteln und eine Lesung für Kinder, Stockbrot und Lieder am Lagerfeuer – das Programm hat viele Familien, auch zum allerersten Mal, zum Häuslingshaus gelockt. „Wir wollten keine große Party sondern ein Familienfest“, sagt Sigrid Ernst. „.“

Und es kommt noch besser. Mit dem Einbrechen der Dunkelheit ist der Platz neben und vor dem Haus rappelvoll. Die Leute schnacken, warten auf die Feuershow. Darunter auch Langwedels stellvertretender Ortsbrandmeister Udo Felke. Seine Kameraden haben eben Nachschub an Grillwürsten gebracht. „Die waren eigentlich für morgen vorgesehen.“ 220 Würste wurden in zwei Stunden verputzt. „Hinter diesen Tag können wir einen Haken machen.“

Die fantastische Tanzshow von Tina Badenhop endet mit einem poetischen Text von Sabine van Lessen – und begeistertem Applaus. Kann man diesen Premierentag noch toppen? Was würde am 1. Mai passieren? Das:

Die Besucher kommen in Scharen - viele mit dem Fahrrad, andere zu Fuß, manch einer mit dem Auto, alle mit einem Ziel: das Langwedeler Häuslingshaus. Dort steht noch eine Premiere an: Der Maibaum wurde aufgestellt.

Zwölf Meter lang ist der Stamm, den Familie Luttmann gespendet hat. Ebenso das Grün, aus dem Silke Luttmann, Silke Fronzek, Svenja Wöbse, Elise Kaufmann und Christiane Prüser-Holtkamp die Krone gebunden hatten. Letzte Hand legte Fronzek an – sie schmückte die große Krone mit farbigen Bändern.

Die Feuerwehr zu Fuß und Jürgen Luttmann im Trecker, begleitet von den kleinen Tanzmädchen des MTV Langwedel, holen den geschmückten Stamm herbei, weitere Feuerwehrleute die Krone. Mit Hilfe von Gabelstapler und Trecker wird der Baum langsam in die Höhe gehievt.

Dann der erlösende Moment: Der Baum rutscht in die Halterung. Beifall brandet auf. „Der Baum steht, jetzt sind wir erleichtert“, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins, Silke Fronzek.

An der Langwedeler Maifeiernpremiere waren der Kulturverein, die Feuerwehr und ihr Förderverein, der Ortsrat, der MTV und Klenkes Gasthaus beteiligt. „In unserer Gegend wurden früher schon Maibäume aufgestellt, und wir wollen die uralte Tradition aufleben lassen“, erklärt Silke Fronzek. Ein mehr als gelungener Anfang wurde in den vergangenen zwei Tagen gemacht.

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