Eine junge Truppe für die Kommunalwahl

CDU im Flecken Langwedel setzt auf Nachwuchskandidaten

Sie wollen in den Ortsrat Holtebüttel und in den Gemeinderat (v.li.): Lena Traichel, Lennart Grimm und Christoph Lindhorst.
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Sie wollen in den Ortsrat Holtebüttel und in den Gemeinderat (v.li.): Lena Traichel, Lennart Grimm und Christoph Lindhorst.

Holtebüttel – So kann das gehen. Da erklärt erst ein ganzer Ortsrat, aufgrund des Alters und aus persönlichen Gründen nicht mehr weiter machen zu wollen, es folgt eine gewisse Ratlosigkeit, hinter den Kulissen wird schon über eine gemeinsame Liste aller Parteien nachgedacht – und auf einmal ist alles ganz anders. Die CDU tritt jetzt in Holtebüttel gar mit drei so jungen Bewerbern an, dass selbst das Fernsehen Interesse zeigt.

Lena Traichel ist 18 Jahre jung, Lennart Grimm 24 Jahre und Christoph Lindhorst immerhin schon unglaubliche 39 Jahre alt. Alle drei bewerben sich auf der Liste der CDU nicht nur für den Ortsrat, sondern auch für einen Sitz im Langwedeler Gemeinderat.

Dafür verantwortlich ist nicht nur das von allen Dreien immer wieder im Gespräch glaubhaft vorgetragene Interesse, etwas für ihr Dorf auszurichten. Beim Interview mit dem Trio fällt bei jedem dann irgendwann ein Name: Adalbert Meyer. Der noch amtierende Ortsbürgermeister hat die „jungen Leute“ dann mal gefragt, ob sie sich nicht vorstellen könnten, im Ortsrat mitzuarbeiten. Oder er war der erste Ansprechpartner, nachdem hier in einem Zeitungsartikel stand, dass er und seine Mitstreiter im Ortsrat aufhören wollen.

Die SPD hat auch drei Kandidaten aufstellen können. Nun gibt es sechs Bewerber für fünf Sitze im Ortsrat. „Jetzt haben wir eine echte Wahl“, freut sich Lena Traichel. Die junge Frau aus Schülingen arbeitet an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Dauelsen an ihrem Abitur. An der Oberschule Langwedel ist sie Schülersprecherin gewesen. Ihr Klassenlehrer habe sich sehr bemüht, seinen Schülerinnen und Schülern Engagement in der Politik und für die Allgemeinheit näherzubringen. „Der war ja auch selbst in Bremen politisch aktiv“, sagt Lena Traichel. Das ist Derik Eicke, übrigens immer noch stellvertretender OBS-Schulleiter.

Lennart Grimm ist Fahrzeugbaumechaniker, arbeitet in Bendingbostel. Nach der Anfrage von Adalbert Meyer ist er mit zur Info-Wahlauftakt-Veranstaltung der CDU im Daverdener Waldschlößchen. Danach war für ihn klar: „Ich will mich einbringen für meine Ortschaft.“

Christoph Lindhorst ist gelernter Elektriker, hat vor Kurzem noch als Projekt- und Teamleiter bei einem Visbeker Unternehmen in Sachen Industrieanlagen und Automatisierung gearbeitet. Jetzt ist er in den Vertrieb gewechselt. Was mehr Arbeitszeit im Homeoffice ermöglicht.

Alle drei kommen aus Holtebüttel, alle drei sind sich bei den Themen einig. Breitbandausbau, schnelles Internet für alle, das ist wichtig. „Auch hier gibt es immer mehr Leute, die von zu Hause aus arbeiten“, so Christoph Lindhorst. Auch auf dem Dorf wird immer mehr Fernsehen über das Internet geguckt.

Natürlich braucht es auch für die Kinder vom Dorf genügend Krippen- und Kindergartenplätze, das Thema Ganztagsschule ist hier längst angekommen. Dass in ihrem und anderen Dörfern keine Entwicklung mehr möglich sein soll, nachkommende Generationen nicht mehr bauen und bleiben dürfen, weil es keinen Kaufmannsladen mehr im Dorf gibt? Das können die Holtebütteler nicht nachvollziehen.

Klar, das lässt sich nicht von heute auf morgen ändern. Aber sie wollen ihrem Dorf, der einstigen Altgemeinde, eine Stimme geben. „Holtebüttel hat niemanden im Gemeinderat“, so Lena Traichel. Das soll sich ändern. Keiner von ihnen hat einen vorderen Platz auf der CDU-Liste. Da bräuchte es eine Direktwahl.

Auch darum sind am Sonntag, 8. August, alle Interessierten aus dem ganzen Flecken ab 15 Uhr nach Holtebüttel zu einem Familien- und Infonachmittag eingeladen.

Steigen soll das ganze am Feuerwehrhaus des Ortes. Das könnte und sollte zum Dorfgemeinschaftshaus werden, so die Idee der CDU-Kandidaten. Schließlich werden irgendwann im Zuge der Feuerwehrreform im Flecken Langwedel die Ortswehren Holtebüttel und Völkersen in einer neuen Wache zusammengelegt. Dann die Wache in zentraler Lage leerstehen lassen? Geht gar nicht.

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